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MAZ-Talk zur Potsdamer Mitte



08/30

Ein Vertreter des Mietshäusersyndikats Berlin-Brandenburg wundert sich über das Fehlen solidarischer und nachhaltiger Stadtplanung. Was denn sonst die Grundlage ihrer Entscheidungen sei, will er von der Grünen wissen. Die angesprochene Hüneke findet die Frage populistisch. Genossenschaften hätten sehr wohl die Gelegenheit, sich bei den Ausschreibungen zu beteiligt, sie müssten aber belastbare Konzepte vorlegen.


08/30

Das neue Sport- und Freizeitbad „blu“ auf dem Brauhausberg. Am 12. Juni 2015 wurde der Grundstein dafür gelegt.


08/30

Ein Leser aus Potsdam möchte wissen: Warum hat man das blu, "eine Beleidigung fürs Auge", hingestellt, wenn man die Stadt doch architektonisch ansprechend gestalten möchte? Hüneke: Die Größe des Bades sei Schuld und das Erscheinungsbild u.a. dem mit den Bürgern gewählten Standort geschuldet.


08/30

Brands erläutert kurz die städtebaulichen Unterschiede der beiden zuvor diskutierten Gebäude. Die am Brauhausberg festgeschriebene offene Bebauung des Minsk stehe in Gegensatz zum Solitär Fachhochschule.


08/30

Der Bebauungsplan bietet unter anderem die Möglichkeit, dass ein Käufer das Minsk mit einem neuen Plan erhält. "Aber ökonomisch muss ein gewisser Realitätsbezug vorhanden sein"' mahnt Kämmerer Exner. Bei der FH würden die Sanierungskosten allein für Bauliches bei weit über 30 Millionen Euro liegen. Grund dafür seien die aktuellen Bauvorschriften.


08/30

Hüneke betont, dass sich nicht alle Beschlüsse gegen die DDR-Gebäude richten. Städtebaulichen Probleme bereiten sie vor allem im Sanierungsgebiet. Das Schicksal des Minsk dagegen sei bis heute offen, ihre Fraktion plädiere für den Erhalt.


08/30

Der Architekt erklärt das Dilemma des modernen Bauens aus seiner Sicht: Urbanes Leben findet nicht mehr statt - und wird es auch mit FH-Gebäude nicht tun. Das könne man vielen, anderen europäischen Städten sehen.


08/30

Auch Brands wehrt sich gegen den Vorwurf, die Wissenschaft aus der Stadt zu verbannen.


08/30

Die Stadt gehören nicht den Touristen, sondern denen, die hier leben. Sie sind unter anderen in der BI und beim Bürgerbegehren zusammengekommen und werden nun nicht mehr beachtet, wirft ein Zuhörer Hüneke vor. Die verweist auf Bildungs-, Religionseinrichtungen und Wohnhäuser, die es in der Stadt gebe. "Ihr malt hier ein Bild, das nicht zutrifft", sagt sie.


08/30

Hans-Joachim Ziebarth hat 1990 für die antragstellende Fraktion (CDU) den Grundsatzbeschluss mit unterschrieben. Er möchte klar stellen: Genau so wie heute angedacht hatte man schon damals über die Potsdamer Mitte gesprochen.


08/30

Wissenschaft und Forschung nicht zum zentralen Thema der Stadt zu machen, das auch in der Stadtmitte sichtbar ist, sei eine Fehler, sagt er im Hinblick auf den FH-Abriss.


08/30

Tomczak lobt das ursprüngliche Konzept, "dem Verfall Einheit zu gebieten", von einer behutsamen Wiederannäherung war dort die Rede. Erst mit den Plänen zum neuen Landtag hätten sich die Pläne "radikalisiert".


08/30

Hüneke ist auf den Ruf nach öffentlichen Räumen vorbereitet. Sie zeigt eine Stadtkarte, auf der alle öffentlichen Räume eingezeichnet sind.


08/30

Exner erwidert, dass die Fachhochschule nicht aufgegeben wird. Es würden Alternativgebäude auf einem Campus mit einer gesunden sozialen Mischung entstehen. "Es geht nicht um die Wiederherstellung der alten Stadt", betont er.


08/30

Dass die FH den Platz nicht belebt hat, sei eine Lüge, wirft er Exner vor. Diese Komponente ist der BI wichtig: "Wie gelingt, Stadtmitte einzurichten, die allen sozialen Schichten etwas zu bieten hat", fragt er und bekommt Applaus.

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