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Großbrand in Kathedrale Notre-Dame in Paris


+++ Am Montagabend brach in der Kathedrale Notre-Dame in Paris ein Großfeuer aus. Ein Spitzturm und der Dachstuhl wurden komplett zerstört. Im Gebäude fanden seit einiger Zeit Restaurierungsarbeiten statt. Experten ermitteln zur Zeit die Brandursache. +++ Rund 400 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Das Gebäude konnte am späten Dienstagmorgen komplett gelöscht werden. "Das ganze Feuer ist aus", so der Sprecher der Feuerwehr, Gabriel Plus. Nun beginne die Phase der Begutachtung. +++ Der Brand löste weltweit Bestürzung aus. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte: "Wir werden diese Kathedrale gemeinsam wieder aufbauen."


04/16

Liebe Leserinnen und Leser, für die Ermittler beginnt nun die intensive Phase der Ursachenforschung. Zudem soll eine internationale Geberkonferenz Geld für den angestrebten Wiederaufbau sammeln. Experten rechnen mit einer jahrzehntelangen Aufbauarbeit. Wir beenden an dieser Stelle den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse und fürs Dabesein.


04/16

Nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale haben Fachleute "einige Schwachstellen" im Gebäude entdeckt. Diese betreffen vor allem das Gewölbe, also die Gebäude-Decke, sagt Innen-Staatssekretär Laurent Nuñez. "Im Ganzen hält die Struktur gut", fügt er hinzu. Im Zuge der Absicherung der historischen Kirche seien fünf Wohnhäuser in der unmittelbaren Nachbarschaft geräumt worden, sagt Nuñez. Die Häuser liegen demnach in einer schmalen Straße nördlich des Gotteshauses. Die Absicherungsarbeiten im Inneren der schwer beschädigten Kathedrale dürften rund 48 Stunden dauern, sagt der Staatssekretär.
Foto: Thibault Camus/AP/dpa


04/16

Das Unglück in Notre-Dame im Überblick:


04/16

Ein Löscheinsatz aus der Luft beim Kampf gegen das Feuer in der Pariser Kathedrale Notre-Dame wäre aus Sicht des Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs, wenig sinnvoll gewesen. "Absoluter Humbug", urteilt Ziebs über einen entsprechenden Vorschlag von US-Präsident Donald Trump. "Das macht ja überhaupt keinen Sinn, wenn man mehrere Tonnen Wasser auf einmal auf das Objekt schmeißt von oben aus der Luft. Dann kommt es zum Gebäudeeinsturz und dann hat man genau das Gegenteil von dem erreicht, was man will", sagt Ziebs der dpa. Für solche Objekte wie Notre-Dame gebe es meist vorher erstellte Einsatzpläne. "Allerdings: mit solch einem Ausmaß kann man eigentlich nicht rechnen und auch nicht planen", sagt Ziebs mit Blick auf das verheerende Feuer in Paris. "Das heißt: wir müssen immer damit rechnen - wie man es auch gesehen hat - dass es zu Einstürzen kommt." Das sei ein sehr heikler Einsatz. Die Arbeiten der Feuerwehrkollegen in Paris wertete Ziebs als Erfolg. Ein Totalverlust sei verhindert worden, "auch wenn große Teile zerstört sind. Aber der Totalverlust wurde verhindert und das ist schon ein Erfolg."
Foto: Marcel Kusch, dpa


04/16

Die Feuerwehr hat eine Drehleiter bis zum Gerüst an der Kathedrale ausgefahren.
Foto: Sadak Souici/Le Pictorium Agency via ZUMA/dpa


04/16

Eine weitere Großspende kommt vom französischen Ölkonzern Total. Dessen Chef Patrick Pouyanné kündigt via Twitter eine Spende in Höhe von 100 Millionen Euro für den Wiederaufbau an.


04/16

Nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale fürchten sich britische Abgeordnete vor einer ähnlichen Katastrophe im Parlament in London. "Teile von Westminster Palace sind so alt wie Notre-Dame. Wir müssen den Brandschutz sicherstellen ... Gott weiß, dass wir genug Warnungen hatten", schreibt der Labour-Abgeordnete Chris Bryant im Kurznachrichtendienst Twitter. Die Labour-Abgeordnete Anna Turley erinnert daran, wie ihr ein Ingenieur das erste Mal die elektrischen Leitungen im Parlament gezeigt habe. Das habe in Sachen Sicherheit und Feuerschutz wie eine drohende Katastrophe ausgesehen, twittert die Parlamentarierin. Experten sorgen sich vor allem um die Versorgungssysteme: Im Keller ziehen sich viele Kilometer Kabel durch die Gänge. Stromkabel hängen über Gasleitungen, neben uralten Wasser-, Belüftungs- und Heizungsrohren. Einige Installationen stammen noch aus dem 18. Jahrhundert.
Foto: Federico Gambarini, dpa


04/16

Zwei ungarische Kleinstädte - Szeged und Szekesfehervar - spenden jeweils 10.000 Euro für den Wiederaufbau von Notre Dame. Zudem kündigt der Dachverband der Jüdischen Gemeinden Ungarns (MAZSIHISZ) eine Spendensammlung für Notre Dame an und ruft den Jüdischen Weltkongress (WJC) auf, sich dem anzuschließen.


04/16

Papst Franziskus schließt sich der Trauer um die Pariser Kathedrale Notre-Dame an, die durch ein verheerendes Feuer teilweise zerstört wurde. "Ich wünsche mir, dass die Kathedrale Notre-Dame dank eines Wiederaufbaus und der Mobilisierung aller wieder dieses schöne Schmuckstück im Herzen der Stadt werden kann, Zeichen des Glaubens derjenigen, die sie erbaut haben, Mutter-Kirche eurer Diözese, architektonisches und spirituelles Erbe von Paris, Frankreichs und der Menschheit", schreibt der Papst an den Pariser Erzbischof Michel Aupetit. Der Argentinier bezeichnet die Kathedrale als "architektonisches Juwel eines kollektiven Gedächtnisses" und würdigt den Mut und die Arbeit der Feuerwehrleute.


04/16

Der französische TV-Sender France 24 verschiebt wegen des verheerenden Brandes die Ausstrahlung des ersten großen TV-Duells zur Europawahl. Die Debatte zwischen den beiden Spitzenkandidaten Manfred Weber und Frans Timmermans sollte aus Termingründen zwar wie geplant an diesem Dienstagabend im Europaparlament in Straßburg aufgezeichnet werden. Die Ausstrahlung werde aber nicht wie geplant live erfolgen, sondern auf diesen Mittwoch verschoben, sagt ein Sprecher des Senders der Deutschen Presse-Agentur.


04/16

Am Tag danach: Passanten blicken auf Notre Dame.
Foto: Gareth Fuller/PA Wire/dpa


04/16

Frankreichs Premierminister Édouard Philippe hat eine Ministerrunde zusammengerufen, um über einen Wiederaufbauplan für Notre-Dame zu beraten. Noch während des Brandes hatte Präsident Emmanuel Macron angekündigt: "Wir werden Notre-Dame wieder aufbauen." Das erwarteten die Franzosen. Zu dem Treffen bei Philippe am Dienstag kamen Kulturminister Franck Riester und der Minister für öffentliche Finanzen, Gérald Darmanin. Das Innenministerium war durch Staatssekretär Laurent Nuñez vertreten, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet.


04/16

Feuerwehrleute und Spezialisten begutachten das Dach der Kathedrale.
Foto: Marcel Kusch, dpa


04/16

Die Pariser Staatsanwaltschaft geht weiter davon aus, das der verheerende Brand in der Kathedrale Notre-Dame auf einem Unfall beruht. "Nichts weist derzeit in die Richtung einer vorsätzlichen Tat", sagt der Pariser Staatsanwalt Rémy Heitz. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits in der Nacht bestätigt, dass sich die Ermittlungen um eine "unbeabsichtigte Zerstörung" durch Feuer drehen. Laut Heitz werden Zeugen angehört. Dazu gehören auch Arbeiter, die bei den Renovierungsarbeiten in der Kathedrale beschäftigt waren. Laut Heitz suchen rund 50 Ermittler nach der Brandursache. Es habe am Montag zwei Mal Alarm gegeben: Einmal um 18.20 Uhr, dabei seiner aber bei einer Überprüfung kein Feuer entdeckt worden. Der zweite Alarm wurde um 18.43 Uhr ausgelöst - dann sei der Brand im Dachstuhl entdeckt worden.

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