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Großbrand in Kathedrale Notre-Dame in Paris



04/16

Nach der Brandkatastrophe lässt Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen die französische Flagge auf der Präsidentschaftskanzlei in Wien hissen. "Die Anteilnahme aus Europa und aller Welt zeigt, dass uns unser gemeinsames geistiges und kulturelles Erbe viel bedeutet", schreibt das Staatsoberhaupt auf Twitter. Es sei tröstlich, dass bei diesem schrecklichen Unglück keine Menschenleben zu beklagen gewesen seien und dass etliche besonders bedeutende Kulturgüter vor der Zerstörung bewahrt worden seien.


04/16

Der Altar von Notre-Dame nach dem verheerenden Feuer und auf einer Archivaufnahme vom November 2015, während einer Messe zu Ehren der Opfer der Anschläge von Paris.
Foto: Ph.Wojazer/L.Bonaventure/Pool Reuters/AP/AFP POOL/dpa


04/16

Mit einem Trauergeläut und einer Andacht im Hamburger Michel bekunden die Hauptkirchen der Hansestadt heute Mittag ihre Verbundenheit mit der vom Feuer zerstörten Kathedrale Notre Dame. "Menschen in aller Welt und auch wir hier in Hamburg stehen erschüttert vor der Verwüstung von Frankreichs bedeutendster Kirche", sagt die evangelisch-lutherische Bischöfin Kirsten Fehrs. "Zu Beginn der Karwoche, die ja ohnehin eine Zeit der Trauer ist, wissen wir uns mit den Christinnen und Christen Frankreichs einig in Gedenken und Gebet", sagt Fehrs. Neben den Glocken des Michel werden auch die Hauptkirchen St. Petri, St. Nikolai, St. Jacobi und St. Katharinen ihre Trauerglocken läuten. Im Michel beginne das Geläut um 11.55 Uhr und dauere bis 12.05 Uhr. Auch die Katholische Kirche beteilige sich mit dem St. Marien-Dom an dem Trauergeläut.


04/16

Die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" widmet sich ebenfalls dem großen Feuer und zeigt das brennende Bauwerk auf dem Kopf von Emmanuel Macron, der seine angekündigte TV-Ansprache gestern Abend verschoben hatte. Der Präsident hatte eigentlich über die Ergebnisse einer monatelangen Bürgerdebatte sprechen wollte. Nun legt ihm das Satirezeitschrift den Satz "Ich fange mit dem Rahmen an" in den Mund. Der Satz bezieht sich offenbar auf die Holzkonstruktion von Notre-Dame. Der Präsident hatte die "Nationale Debatte" im Januar als Reaktion auf die Proteste der "Gelbwesten" gestartet - nun wollte er Zugeständnisse präsentieren.


04/16

Kremlchef Wladimir Putin bietet Frankreich Hilfe von russischen Spezialisten beim Wiederaufbau an. "Er schlug vor, die besten Experten nach Frankreich zu schicken. Sie haben große Erfahrung in der Restaurierung von Weltkulturerbe", teilt der Kreml mit. Die Kathedrale sei ein unschätzbarer kultureller Wert für Europa und die ganze Welt, so der russische Präsident in einem Schreiben an seinen französischen Kollegen Emmanuel Macron. "Das Unglück, das in dieser Nacht geschehen ist, schmerzt auch in den Herzen der Russen."


04/16

Um 12 Uhr werden in zahlreichen Kathedralen und Kirchen Gebete für Notre-Dame gesprochen und die Glocken geläutet. Auch in Deutschland beteiligen sich die Gotteshäuser, darunter der Kölner Dom und in Nürnberg die Kirchen St. Sebald, St. Lorenz und die Egidienkirche.


04/16

Die französische Europaministerin Nathalie Loiseau teilt via Twitter mit, dass ihre Partei "La liste Renaissance" den Wahlkampf für die bevorstehenden Europawahlen bis auf weiteres aussetze werde.


04/16

Welche Teile der Kathedrale Notre-Dame am schwersten von dem Feuer betroffen sind, hat die französische Tageszeitung "Le Monde" in einer anschaulichen Grafik dargestellt.


04/16

EU-Ratspräsident Donald Tusk ruft alle anderen EU-Mitgliedstaaten zur Hilfe beim Wiederaufbau von Notre-Dame auf. "Ich weiß, dass Frankreich das alleine machen könnte, aber hier geht es um mehr als nur materielle Hilfe", so Tusk im Europaparlament. Der Brand der Kathedrale habe vor Augen geführt, dass man in der EU durch etwas bedeutenderes und tiefergreifendes verbunden sei als durch Verträge.
Foto: Jean-Francois Badias, AP/dpa


04/16

»Präsident Emmanuel Macron hat zu Hilfe für den Wiederaufbau von Notre-Dame weit über Frankreich hinaus aufgerufen. Deutschland steht dazu in engster Freundschaft bereit. Wir sind in Trauer vereint.« Bundesaußenminister Heiko Maas auf Twitter.


04/16

Das Feuer in der Pariser Kathedrale Notre-Dame ist komplett gelöscht. "Das ganze Feuer ist aus", so der Sprecher der Feuerwehr, Gabriel Plus. Nun beginne die Phase der Begutachtung.


04/16

Der Kölner Dombaumeister Peter Füssenich rechnet mit einem jahrzehntelangen Wiederaufbau. "Jetzt zu spekulieren, wie lange der Wiederaufbau dauern und was er kosten wird, ist ein Blick in die Glaskugel", so Füssenich Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Aber allein wenn man die Fernsehbilder gesehen hat, weiß man, dass es nicht nur Jahre sein werden, bis der letzte Schaden beseitigt ist, sondern dass es da um Jahrzehnte geht." Die nächsten Tage seien nun entscheidend, betont der Experte. Die steinernen Deckengewölbe unterhalb des verbrannten Dachstuhls hätten sich mit Löschwasser vollgesogen.
Feuerwehrleute inspizieren die Kathedrale Notre-Dame. Foto: Christophe Ena, AP/dpa


04/16

Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow zieht Parallelen zum Feuer in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Im Interview mit "MDR aktuell" sagte Ramelow, es sei egal, welcher Religion man angehöre. Wichtig sei, dass ein nationales Monument brenne. "Das ist wie der Brand an der Anna Amalia Bibliothek in Weimar. Ich hab den Geruch noch heute in der Nase", so der Linken-Politiker. Im September 2004 war ein Feuer im Dachstuhl des Weimarer Bibliotheksgebäudes ausgebrochen. Ursache war vermutlich ein defektes Elektrokabel gewesen. Weit mehr als 100.000 Bücher wurden durch Flammen und Wasser beschädigt oder vernichtet. Drei Jahre später wurde das sanierte Gebäude wiedereröffnet.
Foto: Maik Schuck, Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen/dpa/Archiv


04/16

"Notre Dame, unsere Geschichte": die Titelseite der Sonderausgabe der französischen Tageszeitung "Le Monde".


04/16

Der Direktor des Gotteshauses sieht keine Sicherheitsmängel beim Brandschutz. Es gebe etwa Brandaufseher, die drei Mal täglich den Dachstuhl prüfen, so Patrick Chauvet im Gespräch mit Radiosender France Inter. "Ich denke, dass man nicht mehr machen kann." Aber es gebe natürlich immer Vorfälle, die man so nicht habe vorhersagen könne. Man müsse nun prüfen was passiert sei - er wisse noch nicht.

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