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Der Sonntag im Ticker: Coronavirus und der Sport



03/29

US-Athletensprecher kritisiert IOC: "Sportler fühlen sich machtlos"

Der US-amerikanische Athletensprecher Han Xiao hat die mangelnde Mitbestimmung von Sportlern im IOC kritisiert. "Sie fühlen sich mit der aktuellen Machtstruktur in der internationalen Bewegung ziemlich machtlos", sagte der Tischtennisspieler dem Deutschlandfunk. Vor der Entscheidung zur Verschiebung der Spiele von Tokio seien die Sorgen und Nöte der Athleten bei Telefonkonferenzen kaum beachtet worden. "Unabhängig davon, welche Fragen oder welche Diskussionen während des Anrufs oder während des Meetings aufkommen, sind die Ergebnisse dieselben", sagte Xiao.
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Olympische Spiele in Tokio


03/29

Tischtennis-Weltverband setzt Spielbetrieb bis 30. Juni aus

Im Tischtennis wird die Spielpause in der Corona-Krise mindestens zwei Monate länger andauern als ursprünglich geplant. Wie der internationale Tischtennisverband ITTF am Sonntag mitteilte, werden sämtliche von ihm veranstalteten Wettbewerbe bis zum 30. Juni ausgesetzt. Ursprünglich hatte der Verband nur eine Pause bis zum 30. April vorgesehen und die Ende März ausgefallene Mannschafts-WM bereits Ende Juni nachholen wollen. Über einen möglichen neuen Termin ist noch nichts bekannt. Die deutsche Tischtennis-Bundesliga pausiert nach derzeitigem Stand lediglich bis 17. April. (sid)


03/29

Taiwan: Premier League als "Geisterliga"

Der taiwanesische Fußball geht angesichts der Corona-Krise mit einer "Geisterliga" an den Start. Die Premier League mit acht Mannschaften werde plangemäß am 12. April den Spielbetrieb aufnehmen, teilte der nationale Verband CTFA mit - allerdings unter Ausschluss von Zuschauern. Nur Spieler, Trainer, Betreuer und ausgewählte Funktionäre sollen die Stadien betreten dürfen. Fiebermessungen und Desinfektionsmaßnahmen sind Pflicht, beim ersten Corona-Fall soll die Liga sofort unterbrochen werden. (sid)


03/29

Arnautovic-Odyssee - nächster Halt Dubai

Österreichs Star-Kicker Marko Arnautovic befindet sich im Zuge der Coronavirus-Pandemie unter kuriosen Umständen in Dubai in Quarantäne. Wie der 85-malige Nationalspieler am Sonntag im ORF berichtete, wurde er nach einem Deutschland-Aufenthalt von seinem Klub Shanghai SIPG aufgefordert, sich wieder in die Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu begeben und sich dort zu isolieren. Die Profis des Vereins hatten nach einem Trainingslager in Dubai die Erlaubnis erhalten, zu ihren Familien zu reisen. Arnautovic flog daraufhin nach Deutschland, wo sich seine Frau und die beiden Töchter aufhalten. "Dann habe ich nach drei, vier Tagen die Anweisung bekommen, nach Dubai zurückzukommen, weil Deutschland für China ein Risikoland ist", erklärte der 30-Jährige. Während seine Teamgefährten Dubai längst verlassen haben, geht Arnautovic davon aus, dass er noch bis zu zehn Tage in den Emiraten bleiben muss, ehe die Rückkehr nach China erfolgen kann.


03/29

Kane fordert: Saisonende bis 30. Juni - sonst Abbruch

Tottenham-Star Harry Kane hat am Sonntag via Instagram gefordert, dass die Premier-League-Saison bis 30. Juni abgeschlossen sein oder andernfalls abgebrochen werden müsse. "Es muss einen Punkt geben, an dem es reicht", sagte der Kapitän der englischen Nationalmannschaft eindringlich: "Wenn wir bis in den Juli oder August hinein spielen und die nächste Saison dafür zurückschieben, sehe ich darin keinen allzu großen Nutzen."


03/29

In Weißrussland "business as usual"

Das Live-Geschehen für den heutigen Sonntag ist beendet. Zwei Spiele fand sich auf dem Erdball und im kicker-Matchkalender, die nicht abgesagt worden waren. Es geht, das war zu erwarten, um die weißrussische Liga. Njoman Hrodna bezwang soeben FK Wizebsk mit 2:0.


03/29

Visa verlängert Engagement nach Olympia-Verschiebung

Das Kreditkarten-Unternehmen Visa hat sein Sponsoring-Engagement für Topathleten nach der Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio bis 2021 verlängert. Das teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Das Team-Visa-Programm umfasst 96 Athleten aus 27 Sportarten, darunter US-Weltmeisterin Megan Rapinoe, Turnstar Simone Biles oder den zweimaligen 800-Meter-Olympiasieger David Rudisha aus Kenia. "Sie alle beschäftigen sich damit, wie sie ihre Trainingspläne, Disziplin und Konzentration einhalten, während sie gleichzeitig in Sorge sind, was mit ihren Familien passiert", begründete Visa das Sponsoring. (dpa)


03/29

Ralf Schumacher sorgt sich auch um große F1-Teams

Ex-Rennfahrer Ralf Schumacher fürchtet durch die Formel-1-Zwangspause in der Corona-Krise schwere Folgen für den Grand-Prix-Zirkus. "Man muss sich im Moment schon Sorgen machen, nicht nur um die kleinen Teams, auch um die großen", sagte der Bruder von Rekordweltmeister Michael Schumacher am Sonntag via "Sky". Offen ist aktuell, ob und wann die Motorsport-Königsklasse wieder zurück auf die Strecke kann, viele Rennen wurden abgesagt. Schumacher nannte die vielen Mitarbeiter und Familien, "die in der schweren Zeiten jetzt irgendwie über die Runden kommen müssen". Die sportlichen Fragen seien da eher nebensächlich.


03/29

Olympiasieger Schulze: "Lebensplan über den Haufen geworfen"

Ruder-Olympiasieger Karl Schulze hat mit den Folgen der Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio zu kämpfen: "Ich bin nach der Entscheidung schon in ein kleines Motivationsloch gefallen", sagte der zweimalige Goldmedaillengewinner im Doppelvierer in der ZDF-Sportreportage: "Ich muss mich da jetzt erstmal rauskämpfen. Man muss quasi eine Saisonpause machen, obwohl diese noch nicht einmal angefangen hat. Das ist schon schwierig." Die Grundversorgung sei durch seine Zugehörigkeit zur Bundespolizei gesichert, "mein kompletter Lebensplan ist aber über den Haufen geworfen worden", sagte der Dresdner. "Jetzt ist die Frage, wie man sich im kommenden Jahr neu aufstellt, gerade auch finanziell in Sachen Sponsoren." (sid)


03/29

Gehaltsverzicht und Kurzarbeit bei Ulmer Basketballern

Basketball-Bundesligist ratiopharm Ulm hat mit seinen Profis einen Gehaltsverzicht vereinbart. Die Geschäftsführung habe entschieden, dass aufgrund der Coronavirus-Krise alle Mitarbeiter des Vereins einen Beitrag leisten müssen, teilte der Klub am Sonntag mit. "Wir glauben, dass wir damit eine faire und nachvollziehbare Lösung für alle gefunden haben. Für uns war von Anfang an der Wille zur Unterstützung durch die Mannschaft spürbar", sagte Geschäftsführer Thomas Stoll. Das Trainerteam um Chefcoach Jaka Lakovic hatte den Angaben zufolge bereits zuvor seinen Gehaltsverzicht angeboten. Alle Vereinsmitarbeiter sind seit Mitte März in Kurzarbeit. (dpa)


03/29

Son nach Südkorea geflogen

Mit der Erlaubnis seines Vereins Tottenham Hotspur ist Heung-Min Son am Sonntag in seine Heimat Südkorea geflogen. Wie der Premier-League-Klub mitteilte, sei Son trotz der Ausgangsbeschränkungen in Großbritannien wegen der Corona-Pandemie aus "persönlichen Gründen" nach Asien gereist. Der 27 Jahre alte Ex-Profi des Hamburger SV und von Bayer Leverkusen befindet sich nach einem im Februar erlittenen Armbruch in der Rehabilitation. Nach seiner Ankunft in Südkorea begibt er sich in eine 14-tägige Quarantäne.


03/29

Fortuna-Vorstand verzichtet auf Teil der Bezüge

Zur Kostensenkung während der Corona-Krise hat Fortuna Düsseldorf kurzfristige Maßnahmen eingeleitet. Nach einer Mitteilung vom Sonntag verzichtet der Vorstand auf einen Teil seiner Bezüge, die Mannschaft habe sich, so der Wortlaut der Erklärung, "ebenfalls vorbildlich verhalten und will ihren ganz eigenen Beitrag in der Krise für die Fortuna leisten". Dies sei das Ergebnis eines "konstruktiven Gesprächs" zwischen Vorstand und Mannschaftsrat am Donnerstagabend gewesen. Genaue Angaben werde F95 nicht veröffentlichen, so Vorstandsvorsitzender Thomas Röttgermann, der unterstrich: "Wir haben eine großartige Mannschaft mit einem hohen Maß an Verständnis für die Realität, für die Solidarität wirklich mehr als nur ein Wort ist." Mit den Mitarbeitern hat die Fortuna Kurzarbeit ab April vereinbart.
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Fortuna Düsseldorf


03/29

"We kick Corona" bei 3,6 Millionen Euro und über 30 Hilfsprojekten

Die von Leon Goretzka und Joshua Kimmich ins Leben gerufene Hilfsaktion "We kick Corona" liegt nach etwas mehr als einer Woche schon bei 3,6 Millionen Euro. Diese Spendensumme nannte Bayern-Profi Goretzka am Sonntag bei "Sport1". "Wir wollten schnell helfen, und das ist uns, glaube ich, bisher ganz gut gelungen", sagte Kimmich, der ebenfalls im "Doppelpass" zugeschaltet war.


03/29

Rhein-Neckar Löwen: Quarantäne für die meisten Profis vorbei

Auch nach dem Ende der häuslichen Corona-Quarantäne trainieren die Handballer der Rhein-Neckar Löwen individuell. "Seit Mitte vergangener Woche ist die Quarantäne für ein Großteil unserer Mannschaft abgelaufen. Es wird aber natürlich nach wie vor kein Mannschaftstraining geben", sagte Geschäftsführerin Jennifer Kettemann dem "Mannheimer Morgen". Die Löwen waren besonders stark vom Coronavirus betroffen. Spieler wie Patrick Groetzki und Jannik Kohlbacher sowie Trainer Martin Schwalb waren positiv getestet worden.


03/29

Langjähriger Atletico-Profi Capon stirbt an Coronavirus

Der einstige spanische Nationalspieler und langjährige Atletico-Profi Jose Luis Capon ist als zweites prominentes Opfer im spanischen Fußball dem Coronavirus erlegen. Der ehemalige Abwehrspieler starb im Alter von 72 Jahren an COVID-19. Vor Wochenfrist war der langjährige Real-Madrid-Präsident Lorenzo Sanz gestorben.


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