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Im Ticker: Die Pressekonferenz der DFL


03/31

Folgendes hat die DFL-Mitgliederversammlung beschlossen:

  • Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Bundesliga wird bis zum 30. April ausgesetzt
  • Es werden an jedem Bundesliga-Standort Produktionskonzepte für Geisterspiele bei möglichst geringem Personalaufwand entwickelt
  • Das Lizenzierungsverfahren wird angepasst - u.a. gibt es vorerst keine Punktabzüge bei der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens
  • Eine neue "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" soll ein Konzept mit dem Ziel einer medizinisch vertretbaren Fortführung des Spiel- und Trainingsbetriebes erstellen
  • Die nächste Mitgliederversammlung soll am 17. April stattfinden


03/31

Die Pressekonferenz ist beendet. Gleich fassen wir noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen.


03/31

"Die nächste Saison, die so abläuft, wie wir das kennen, wird erst die Saison 2021/22 sein"

Was, wenn auch am Wochenende Champions-League-Spiele stattfinden müssten? Seifert: "Wir sind momentan in einer vergleichsweise unsicheren Phase. Das gleiche gilt natürlich in einer gewissen Multiplikation in ganz Europa. Mit jedem Land wird es komplexer." Das mache die Aufgabe der UEFA "extrem anspruchsvoll". Im Juni seien etwa eigentlich noch Länderspiele angesetzt, "die werden sicherlich verschoben werden müssen irgendwo in den Herbst". Man werde sich gemeinsam darauf verständigen müssen, sich in Europa "gegenseitig aus der Patsche zu helfen". "Die nächste Saison, die so abläuft, wie wir das kennen, wird nach meinem Empfinden erst die Saison 2021/22 sein". In der kommenden Saison werde es viel Flexibilität, auch ein wenig "Murren" geben, so Seifert.


03/31

Eine Frage zur Bundesliga-"Home Challenge": Laut Seifert hätten die übertragenen Spiele am Wochenende über zwei Millionen Zuschauer gehabt. Das zeige, "dass sich sehr viele Menschen freuen würden, wenn die Bundesliga bald wieder auf vielen Bildschirmen zu sehen ist".


03/31

"Das heißt nicht, dass am 6.4. 36 Klubs ins Mannschaftstraining einsteigen"

Bis zum 5. April soll es kein Mannschaftstraining geben - was, wenn wieder ein Fall in einer Mannschaft auftritt? Das Datum heiße "nicht, dass am 6.4. 36 Klubs ins Mannschaftstraining einsteigen", stellt Seifert klar. Wettbewerbsverzerrung, weil ein Klub früher einsteigt als ein anderer? "Das geht mir ein bisschen zu weit."


03/31

Spiele an jedem Tag? Für Seifert nur "Eskalationsszenarien"

kicker-Reporter Michael Ebert will wissen: Könnte an jedem Wochentag gespielt werden, die Pause von mindestens zwei Tagen für eine Mannschaft zwischen zwei Spielen aufgehoben werden? Seifert: "Ich möchte mich nicht in weitere Gedankenmodelle einlassen, die für uns derzeit keine Rolle spielen. Wir glauben angesichts der Rahmenbedingungen, dass wir es hinbekommen, die Saison auf einigermaßen regulärem sportlichen Wege bis zum 30.6. zu Ende zu spielen." Alles andere seien "Eskalationsszenarien". Für Pläne, Spiele an jedem Tag stattfinden zu lassen, gebe es "keinen Anlass".


03/31

Fußball nach der Krise im Free-TV? Seifert blockt ab

Eine Frage zur gesellschaftlichen Bedeutung des Fußball: Gibt es Gespräche, in Zukunft einzelne Spiele auch im Free-TV zu senden? Seifert: 20 Millionen hätten die Spiele vor der Corona-Krise zusammengerechnet verfolgt. "Wir haben mit Abstand die flächendeckendste Berichterstattung zum Thema Profifußball. Insofern wäre die Rückkehr des Profifußballs der Medieninhalt, den man bereits kennt." Würden Spiele komplett unverschlüsselt gezeigt, "würde das auch die Rechte anderer Partner beeinträchtigen". "Alles für alle frei zugänglich anbieten, würde die Verträge sehr tangieren bzw. dann würden wir vertragsbrüchig werden." Sky und DAZN würden sich indes "sehr gesprächsbereit" zeigen. "Da sind wir aber noch nicht so weit."


03/31

"Wir haben finanziell bessere Voraussetzungen als andere in Europa"

Welchen Einfluss hätte es, wenn eine große Liga in Europa ihre Saison nicht zu Ende spielen können sollte? Seifert spricht von einer großen "Komplexität". "Wir wissen noch nicht, wie eine weitere Entwicklung in England, Spanien, Frankreich, Italien aussehen wird." Das sei gerade zwar auch nicht seine vordringliche Frage. Aber in Gesprächen mit seinen europäischen Kollegen habe er gemerkt: "Da ist schon große Verunsicherung da." Man habe in Deutschland über beide Ligen allerdings eine wirtschaftlich ganz andere "finanzielle Substanz", betont Seifert. "Da haben wir bessere Voraussetzungen als andere in Europa. Auch die Gespräche, die wir mit unseren Medienpartnern führen, finden auf einem anderen Niveau statt."


03/31

"Die Beschlüsse sind sehr, sehr geschlossen gefasst worden"

Wie war die Stimmung auf der Videokonferenz heute? Seifert: "Ohne Zuversicht geht es in diesen Tagen nicht so gut, in keiner Branche, in keinem Haushalt. Ich habe die Stimmung so empfunden, dass da eine große Konzentration war. Auch die Beschlüsse sind sehr, sehr geschlossen gefasst worden. Das Präsidium hat da große Rückendeckung verspürt." Die Liga soll "möglichst lange" so eng zusammenstehen, wie es Seifert heute gespürt hat. Aber: "Irgendwie ist auch jeder bedrückt." Seifert spricht von einer "erzwungenen Warteschleife", die natürlich nicht nur den Fußball betreffe.


03/31

Seifert zu einer Nachfrage zu der medizinischen Taskforce: "Wir dürfen nichts tun, um die Gesundheit von Spielern in Frage zu stellen. Insofern wird diese medizinsiche Einheit sehr, sehr eng zusammenarbeiten. Es wird einen permanenten Austausch mit den Mannschaftsärzten und allen Sportverantwortlichen der Klubs geben." Es sollen "verlässliche" Antworten gegeben werden, was es für die Spieler gesundheitlich bedeutet, wenn es wieder losgehen soll.


03/31

Die DFL und die Politik: "Ich habe den Eindruck, dass man uns zuhört"

Ist Bundesgesundheitsminister Jens Spahn der direkte Ansprechpartner der DFL in der Politik? Will auch die Politik, dass der Ball bald wieder rollt? Seifert: "Es ist selbstredend, dass viele Klubs ohnehin in engem Dialog mit den Behörden am jeweiligen Standort sind. Gleichzeitig sind wir im Gespräch mit Vertretern des Bundes." Er werde aber wie immer nicht öffentlich über diese Gespräche berichten. Noch einmal betont Seifert: Es gebe nicht "den einen Plan". "Jedem ist klar, dass wir am Ende auch ein Wirtschaftsunternehmen sind. Bei uns kommt hinzu, dass sich in diesen Zeiten viele Menschen freuen würden, wenn sie wieder einiges anderes haben, über das man sich unterhalten, ärgern, freuen kann. Das ist auch vielen politischen Ansprechpartnern klar. Ich habe den Eindruck, dass man uns zuhört." Seifert lobt die Politik ausdrücklich. "Ich kann alle Maßnahmen nachvollziehen, ich finde, sie sind noch im Rahmen."


03/31

Mini-Turnier etc.: Wie könnte die Saison beendet werden? Seifert: "Nicht alles, was in einer englischen Zeitung steht, ist automatisch ein Plan der Premier League." Das gelte auch für Deutschland: "Es gibt den einen Plan noch nicht. Wir haben über gewisse Denkmodelle nachgedacht."


03/31

Seifert zum finanziellen Verlust

kicker-Reporter Michael Ebert fragt, mit welchem Verlust Seifert rechnet, da ja bis zum gewünschten Saisonende nur Geisterspiele stattfinden werden. Seifert möchte die genannten 750 Millionen Euro "nicht kommentieren". Seifert führt aus, dass auch Zuschauer- und Werbeeinnahmen fehlen würden. "Falls Spiele stattfinden können, ist davon auszugehen, dass die gezwungenermaßen ohne Zuschauer stattfinden müssen. Möglicherweise in die nächste Saison hinein, vielleicht auch bis zum Ende des Jahres." Die Zuschauereinnahmen würden also bis dahin wegbrechen. "Niemand mag Spiele ohne Zuschauer." Aber es wäre eine Möglichkeit, Geld über Medienpartner und Sponsoren zu bekommen.


03/31

Was passiert mit den 20 Millionen Euro, die Dortmund, Leverkusen, Bayern und Leipzig solidarisch bereitgestellt haben? "Wir haben heute kurz über diese Maßnahme gesprochen", so Seifert. "Wir haben uns als Präsidium noch nicht weiter damit befasst, wie damit umzugehen ist. Das werden wir in einer der nächsten Sitzungen tun." Der Schritt der vier Klubs sei aber "sehr, sehr gut". "Darüber hinaus sind wir mit unseren Medienpartnern im Gespräch darüber, wie wir mit dem weiteren Verlauf der Saison und dem Saisonstart umgehen." Man werde das "partnerschaftlich" angehen. "Das wird uns, denke ich, auch gelingen."


03/31

"Wir streben an, die Saison bis zum 30.6. zu beenden"

Könnte die Saison sogar bis September verlängert werden, wie von Rummenigge angedeutet? Seifert: Auch die UEFA habe gewisse Erfordernisse, "dem muss man auch Rechnung tragen". Länderspiele seien für kleine Verbände ebenfalls "existenziell". "Wir streben an, die Saison bis zum 30.6. zu beenden, das ist auch heute noch der Stand. Wir wollen so beginnen, dass das auch möglich ist." Theoretisch könnte man auch bis Juli hinein verlängern. Aber irgendwann müsse auch eine neue Saison starten. Auch über Transferregularien habe man noch mit der FIFA zu sprechen.


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