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Der Montag im Ticker: Coronavirus und der Sport



06/01

16 Spieler von Vasco da Gama positiv getestet

Beim brasilianischen Erstliga-Klub Vasco da Gama sind gleich 16 Profis positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Verein aus Rio de Janeiro, der am Montag das Mannschaftstraining wieder aufnehmen durfte, in einer Videoerklärung bekannt. Der Klub erklärte, bis Sonntag insgesamt 350 Tests durchgeführt zu haben. Unter anderem wurden die Spieler, ihre Familien, das Trainerpersonal und weitere Mitarbeiter getestet. "Die Spieler, die positiv getestet wurden, befinden sich in Quarantäne. Sie werden solange nicht mit den anderen in Kontakt kommen, bis wir sicher sind, dass von ihnen kein Risiko mehr ausgeht, das Virus zu verbreiten", sagte Mannschaftsarzt Marcos Teixeira. Die Saison ist in Brasilien seit Mitte März unterbrochen, es sind bereits mehr als 29.000 Menschen in Folge der Corona-Pandemie gestorben. Die Zahl der Ansteckungen steigt in Brasilien nach wie vor stark an.


06/01

Real Madrid will letzte Heimspiele in Mini-Stadion austragen

Der spanische Rekordchampion Real Madrid plant, seine verbleibenden Heimspiele in der Meisterschaft im vereinseigenen Trainingsstadion auszutragen. Wie mehrere spanische Medien am Montag berichten, hat Vereinspräsident Florentino Perez die 61.000 Dauerkarteninhaber in einem Brief über diese Entscheidung informiert. Real möchte seine Geisterspiele im 6000 Zuschauer fassenden Estadio Alfredo di Stefano in Valdebebas vor den Toren der spanischen Hauptstadt austragen. Dadurch würde man zugleich die Umbauarbeiten am 81.044 Zuschauer fassenden Estadio Santiago Bernabeu im Stadtzentrum beschleunigen, wie Perez in dem Schreiben an die Dauerkartenbesitzer erläutert. Die Blancos greifen am 14. Juni gegen SD Eibar nach mehr als dreimonatiger Corona-Zwangspause wieder ins Geschehen ein, die Königlichen sind bei elf ausstehenden Spielen Tabellenzweiter in La Liga mit zwei Punkten Rückstand auf Erzrivale Barça.


06/01

Brasilianer Fred fährt 600 Kilometer

Der frühere brasilianische Nationalspieler Fred tritt für den guten Zweck in die Pedale: Der 36-Jährige ist am Montagmorgen zu seiner "Tour de Fred" gestartet. Mit der 600 Kilometer langen Fahrradtour will er arme Familien unterstützen, die von der Coronavirus-Pandemie betroffen sind. Auf seinem Weg von Belo Horizonte nach Rio de Janeiro werde er einen Essenskorb für jeden zurückgelegten Kilometer spenden, um "4000 armen Familien zu helfen", schrieb Fred bei Twitter. Dabei will er kleinere Straßen nehmen, um Ansammlungen von Menschen zu verhindern, die ihn anfeuern und damit gegen Kontaktbeschränkungen verstoßen könnten. Fred traf in seinen 39 Spielen für die brasilianische Nationalmannschaft 18-mal, er nahm an der WM 2006 und 2014 teil. Mit Olympique Lyon gewann er zwischen 2006 und 2009 dreimal die französische Meisterschaft. Mit seinem derzeitigen Verein Fluminense Rio de Janeiro wurde er zweimal brasilianischer Meister.


06/01

Hunderte Fans beim Fußball-Autokino in Dänemark

Der dänische Spitzenclub FC Midtjylland ist am Montag nach der Corona-Zwangspause wieder in den Spielbetrieb gestartet - und hat Hunderte Fans im Fußball-Autokino daran teilhaben lassen. Die Zuschauer verfolgten die Partie vor dem Stadion aus ihren Autos heraus auf großen Leinwänden, wie der Tabellenführer der dänischen Superliga nach der 0:1-Niederlage gegen AC Horsens mitteilte. Bis zu fünf Fans pro Auto waren erlaubt, den entsprechenden Kommentar zum Spiel gab es über das Radio in den Autos. Die dänische Liga war vergangene Woche nach elf Wochen Pause wieder in den Spielbetrieb gestartet, Zuschauer sind bei den Spielen allerdings nicht zugelassen. Midtjylland kassierte gegen Horsens erst seine dritte Saisonniederlage, führt die Tabelle aber weiterhin souverän mit neun Zählern Vorsprung an.


06/01

Chef von Italiens Fußballverband hofft auf Spiele mit Zuschauern

Der Präsident des italienischen Fußballverbands, Gabriele Gravina, hofft schon für das Ende dieser Saison auf die Zulassung von einer kleinen Fangemeinde in den Stadien. Das sagte der FIGC-Boss am Montag einem Radiosender. Die Serie A soll nach der Corona-Zwangspause am 20. Juni neu starten. Zunächst sind nur Spiele ohne Zuschauer mit höchstens 300 Beteiligten in den Arenen erlaubt - ganz ähnlich also wie derzeit in Deutschland. Nun sagte Gravina dem Sender "Radio 24" nach Angaben der Nachrichtenagentur "Ansa": "Ich hoffe von ganzem Herzen, am Ende der Meisterschaft eine kleine Zuschauergruppe im Stadion zu sehen." Er wisse jedoch, dass es für diese Idee zu früh sei. Aber es dürfte bei Stadien für 60.000 Zuschauer möglich sein, einige Fans sicher darin zu verteilen. Aus dem Gesundheitsministerium in Rom kam am Montag das Signal, dass Zuschauer derzeit kein Thema seien bei Verhandlungen über die Saison. Zudem hingen alle Entscheidungen von der Entwicklung der Corona-Ansteckungszahlen in Italien ab.
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Gabriele Gravina


06/01

Am 13. Juni: Zweitligist Las Palmas will gleich mit Zuschauern starten

Der spanische Zweitligist Las Palmas will gleich am ersten Spieltag nach der Corona-Zwangspause wieder vor Zuschauern spielen. "Die Fans von UD Las Palmas werden das Stadion bis zum nächsten Spiel am 13. Juni gegen Girona wieder betreten können, um ihr Team anzufeuern", sagte Vereinspräsident Miguel Angel Ramirez im Gespräch mit dem Klubradio. Gran Canaria sei ein "sicheres Ziel", erklärte Ramirez: "Wir könnten das einzige Stadion der großen Ligen werden, das mit Publikum auf den Rängen spielt." Entscheidend für das Vorhaben sei, dass die Insel in der kommenden Woche in die sogenannte Phase 3 der Lockerungen eintritt. "Wir werden in alles einwilligen, was die Behörden und das Protokoll der Liga von uns verlangen", sagte Ramirez. Laut Marca ist in dieser Phase der Lockerungen wieder eine Auslastung bis zu 30 Prozent der Kapazität eines Veranstaltungsortes erlaubt. Das Estadio de Gran Canaria fasst bei Normalbetrieb 31.250 Zuschauer.


06/01

La-Liga-Teams starten mit Mannschaftstraining

In Spaniens Oberhaus durfte heute erstmals wieder in Mannschaftsstärke trainiert werden. So versammelte Zinedine Zidane seine Profis von Real Madrid erstmals wieder gemeinsam auf der Anlage in Valdebebas. Lediglich der Ex-Frankfurter Luka Jovic hielt sich zu Reha-Maßnahmen nach Fußfraktur in den Katakomben des Trainingszentrums auf. Zuletzt hatten die Mannschaften drei Wochen lang in Kleingruppen geübt. Am 11. Juni beginnt der Spielbetrieb mit dem Stadtduell in Sevilla (siehe Eintrag von 8.39 Uhr).
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Zinedine Zidane


06/01

Veranstalter plant bei Grand Prix von Brasilien mit Zuschauern

Ungeachtet der in Brasilien weiter grassierenden Coronavirus-Pandemie planen die Veranstalter des Großen Preises von Brasilien im November 2020 mit Zuschauern. Der Grand Prix werde unter den vertraglich vereinbarten Bedingungen durchgeführt. "Wir erwarten die Bestätigung des Datums im November von der FIA, damit wir wie die anderen Übersee-Rennen die Tickets zum Verkauf frei geben können", sagte Cheforganisator Tamas Rohonyi dem Magazin 'Forbes'. Im ursprünglichen Kalender war der Grand Prix für den 15. November angesetzt. Die Zahl der mit COVID-19 infizierten Personen ist in Brasilien zuletzt stark angestiegen, das Land gilt als Hotspot in Südamerika.


06/01

Rettig sieht Gehaltsobergrenze als "unrealistisches Szenario"

Der ehemalige DFL-Geschäftsführer und Fußball-Funktionär (u.a. Freiburg, Köln, Augsburg, St. Pauli) Andreas Rettig kann sich die Einführung einer Gehaltsobergrenze im europäischen Fußball nicht vorstellen. "Ich denke, das ist ein unrealistisches Szenario», sagte Rettig zur in der Corona-Krise neu entflammten Debatte. "Vor allem weil die Premier League als Marktführer überhaupt kein Interesse daran haben wird, hier sich selbst zu beschränken", sagte der 57-Jährige am Sonntag im 'SWR Sport BW' mit Blick auf die englische Liga. "Das sind alles Unternehmen, die profitorientiert sind, warum sollten sie diesen Wettbewerbsvorteil aufgeben?"


06/01

Queens Park Rangers kritisieren Neustart-Plan

Die geplante Wiederaufnahme der zweithöchsten englischen Liga (Championship) ab 20. Juni hat beim Zweitligisten Queens Park Rangers für Verärgerung gesorgt. "Ich bin absolut fassungslos über diese Ankündigung", sagte Klubboss Lee Hoos am Montag. "Unglaublicherweise gab es dazu absolut keine Absprache mit den einzelnen Vereinen oder mit der Arbeitsgruppe der Championship-Ärzte - weder von Seiten der Liga-Verantwortlichen noch von irgendwem anders aus dem Verband." Hoos sagte, die Queens Park Rangers seien "vehement gegen" den vorgesehen Zeitplan. Der Neustart komme zu früh, die Spieler seien längst noch nicht bereit dafür. Die Liga strebt aber eine zeitnahe Fortsetzung an, weil noch neun Spieltage und die anschließenden Play-offs um den Aufstieg zu absolvieren sind. (dpa)


06/01

Boll und Ovtcharov erfolgreich beim Comeback

Den beiden Tischtennis-Assen Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov ist die Rückkehr in den Wettkampfmodus nach der Corona-Zwangspause gelungen. Beim Auftakt der neuen Turnierserie "Düsseldorf Masters" holten beide unter besonderen Hygiene-Vorkehrungen souveräne Siege. Rekord-Europameister Boll (39) setzte sich im Achtelfinale souverän mit 3:0 gegen Kirill Fadeev (19) vom TTC Ruhrstadt Herne durch, dann schlug er im Viertelfinale auch seinen schwedischen Vereinskollegen Anton Källberg mit 3:1. Der Halbfinal-Gegner wird am Dienstag ermittelt. Ovtcharov, beim russischen Topklub Fakel Orenburg unter Vertrag, bestritt am ersten Tag nur ein Match. Gegen den 19 Jahre alten Fan-Bo Meng vom Bundesligisten TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell gewann der Weltranglistenelfte mit 3:1 (12:10, 7:11, 11:9, 12:10). (sid)
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Boll gegen Fadeev


06/01

Mislintat über Hygienekonzept: "Einfacher als man denkt"

Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat hat ein positives Fazit über den Re-Start gezogen. "Es ist wie so oft im Leben: Es wird vorher viel gerufen und hinterher ist es doch manchmal einfacher als man denkt", sagte der 47-Jährige vom Zweitligisten VfB Stuttgart am Montag. "Es sind sehr gute, durchdachte Konzepte, die sich bewähren." Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ist laut Mislintat auch ein Zeichen an die Gesellschaft: "Ich glaube, es ist wichtig, den Menschen zu zeigen, dass wir auch in dieser Phase Sport machen können und weiter funktionieren können." Es sei für die Normalisierung in der Gesellschaft wichtig, dass der Fußball den Spielbetrieb bisher "so gut" hinbekomme.


06/01

Kölns Geschäftsführer Heldt sieht in Corona-Krise möglichen Grund für Schwächephase

Der 1. FC Köln, der vor der Unterbrechung wegen der Corona-Krise mit acht Siegen in elf Partien an den internationalen Startplätzen geschnuppert hat, ist nach dem Re-Start bisher noch nicht so richtig in Fahrt gekommen: "Vor der Corona-Pause waren wir in einem Flow. Die Pandemie hat bei jedem Menschen etwas ausgelöst, sie ist auch an den Spielern nicht spurlos vorbeigegangen", sagte FC-Geschäftsführer Horst Heldt bei Amazon über die Bilanz mit zwei Punkten aus drei Partien seit dem Restart. "Wir haben den Anspruch, an die Erfolge anzuknüpfen, die wir vor Corona hatten, sind aber im absoluten Soll. Es ergeben sich immer wieder Gelegenheiten zu punkten, auch jetzt gegen Leipzig", sagte Heldt vor dem Heimspiel am Montagabend gegen Leipzig. Die guten Leistungen vor der Corona-Pause sind laut Heldt eng mit der Verpflichtung von Trainer Markus Gisdol verbunden. "Er hat in der Zeit, die er hier ist, ein anderes, gutes Stimmungsbild im Verein verursacht", sagte Heldt.
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Horst Heldt


06/01

MotoGP: WM-Lauf in Japan abgesagt

Auch der Große Preis von Japan in der Motorrad-Königsklasse MotoGP fällt in diesem Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie aus. Der vom 16. bis 18. Oktober geplante WM-Lauf wird ersatzlos gestrichen, wie Vermarkter Dorna am Montag mitteilte. Man arbeite "sehr hart daran, die Rennsaison wieder zu beginnen und so viele Events wie möglich auf die sicherste Art und Weise abzuhalten", sagte Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta, der erklärte, "dass die MotoGP bis Mitte November in Europa bleiben wird".


06/01

Veranstalter der US Open hoffen auf Tennis

Die Tennis-Organisatoren der US Open hoffen trotz der Coronavirus-Situation in New York darauf, das Grand-Slam-Turnier wie geplant vom 31. August bis 10. September austragen zu können. "Wir werden weiter zu 150 Prozent darauf fokussiert bleiben, die US Open im Billie Jean King National Tennis Center in New York zu unserem Datum auszutragen", sagte Stacey Allaster, die Geschäftsführerin im US-Tennisverband USTA, der Nachrichtenagentur AP. Eine Entscheidung solle "Mitte bis Ende Juni erfolgen. Eine Terminverschiebung oder die Verlegung an einen anderen Ort seien unwahrscheinlich.


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