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Im Ticker: Die DFL-Pressekonferenz nach der Mitgliederversammlung


08/04

Die wichtigsten Punkte von der DFL-Versammlung:

  • In 14 Tagen soll es ein finales, mit der Politik abgestimmtes Hygienekonzept für die Saison 2020/21 geben
  • Die 36 Klubs haben die vier Anträge des DFL-Präsidiums zur möglichen Fan-Rückkehr in die Stadien durchgewunken
  • Das heißt: Wenn Fans wieder zugelassen werden sollten, wird es vorerst keine Stehplätze, keine Gästefans und keinen Alkoholausschank geben; die Klubs müssen außerdem sämtliche Kontaktdaten der Ticketkäufer sammeln
  • All dies seien vorübergehende Maßnahmen, betonte DFL-Boss Seifert
  • Die DFL wird bei der Politik keine konkreten Zuschauerzahlen fordern - Seifert deutete an, einen Start mit weniger als 10.000 Fans für realistisch zu halten
  • Seifert zeigt sich weiter offen für einen "Salary Cap"


08/04

Damit ist die Pressekonferenz beendet. In Kürze noch mal die wichtigsten Punkte und Aussagen auf einen Blick...


08/04

Seifert mahnt: "Dieses Bewusstsein leidet gerade ein bisschen"

Die letzte Frage dreht sich um die zunehmenden Nachlässigkeiten in Sachen Anti-Corona-Maßnahmen. Hat Seifert Vertrauen, dass die Klubs konsequent bleiben? "Grundsätzlich ist es so: Wer den Virus nicht hat, kann ihn nicht weitergeben. Deswegen hat jeder erst mal dafür Sorge zu tragen, dass er ihn gar nicht erst bekommt. Dieses Bewusstsein leidet gerade ein bisschen. Den nächsten wirtschaftlichen Lockdown werden wir noch länger spüren als den ersten. Es ist unser aller Verantwortung, das Thema wirklich weiter ernst zu nehmen. Die Klubs haben eine Menge Vertrauensvorschuss verdient." Die Umsetzungsdisziplin vor Ort sei beim Re-Start entscheidend gewesen, nicht das Konzeptionspapier. "Das Vertrauen haben wir uns erst mal erarbeitet. Die Herausforderung, das in den Alltag zu tragen, haben wir alle." Alle müssten sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein.


08/04

"Wir sind im Austausch mit Aerosol-Experten"

Gibt es Studien der DFL, wie leicht oder schwer sich das Coronavirus in den Stadien verbreiten könnte? Seifert: "Es gibt Studien, die sich damit bereits befasst haben. Was die Voraussetzungen in Deutschland angeht: Wir haben den zurückliegenden Re-Start durch eine Antikörper-Studie begleitet. Wir sind auch jetzt im Austausch mit Aerosol-Experten, deren Meinung auch Eingang finden in das Konzept." Es gebe einige Klubs in "fortgeschrittenen Gesprächen" über eine Begleitung durch Studien.


08/04

Was, wenn es Hotspots gibt?

kicker-Reporter Julian Franzke fragt: Wurde darüber gesprochen, was passieren würde, wenn es - grünes Licht von der Politik zur Zuschauerrückkehr vorausgesetzt - lokale Hotspots geben sollte? Könnten das Klubs nicht als Wettbewerbsverzerrung auffassen? Seifert: Darüber sei heute nicht gesprochen geworden. Sollte so etwas finanzielle Folgen haben, habe die DFL bewiesen, dass sie "theoretisch" über Solidaritätsmechanismen verfüge.


08/04

Seifert nimmt Union in Schutz - "Auf den Impfstoff zu warten ist kein Konzept"

Union Berlin hatte zuletzt angekündigt, vor vollem Stadion spielen zu wollen, wenn alle Fans vorab negativ getestet werden. Seifert: "Ich habe das so verstanden: Union Berlin hat mit seinem Vorstoß den Wunsch zum Ausdruck gebracht, möglichst schnell wieder vor vollem Haus spielen zu können. Den Wunsch haben alle, die Frage ist nur, was heißt möglichst schnell." Seifert nimmt die Eisernen in Schutz: Union nehme keine Risiken in Kauf. Gleichzeitig gelte aber: "Sehnsucht ersetzt keine Pläne." Und: "Auf den Impfstoff zu warten ist kein Konzept für die Zukunft."


08/04

"Niemand bei der DFL wird Zuschauerzahlen fordern"

Seifert zu Zuschauerzahlen: "Bis zum 31. Oktober sind Großveranstaltungen verboten. Mit 10.000 Zuschauern anzufangen, wäre nicht wirklich defensiv." Es hänge alles von den Entscheidungen der Politik ab, die man wieder akzeptieren werde. "Niemand bei der DFL wird Zuschauerzahlen fordern."


08/04

Neue Saison "nicht vergleichbar" mit der letzten

Wird das neue Hygienekonzept dem alten gleichen? "Wir hatten ja in der vergangenen Saison ein bisschen andere Rahmenbedingungen", erinnert Seifert. "Jetzt kommen wir mit anderen Voraussetzungen. Wir haben auf dieses Konzept aufgebaut. Das ist klar. Aber die neue Saison wird mit der letzten nicht komplett vergleichbar sein. Da haben wir neun Spieltage organisiert. Jetzt kommt eine gänzlich neue Komplexität hinzu" - mit Europapokal, Länderspielen, DFB-Pokal. Seifert spricht von "moderaten Anpassungen".


08/04

Salary Cap: "Wirtschaftliche Eskalation begrenzen"

Jetzt geht es um das Thema "Salary Cap" - dessen Durchsetzung nach einem Gutachten des Bundestages durchaus möglich zu sein scheint. Seifert: Das Gutachten sei ein "guter und wichtiger Hinweis und hoffentlich ein werthaltiger Beitrag in dieser Debatte". Er habe sich schon im Frühjahr gesprächsbereit gezeigt. Es gehe nicht um eine "Neid-Debatte", sondern darum, "die wirtschaftliche Eskalation der letzten Jahre zu begrenzen". Ein Konzept sei das eine, es "schusssicher zu machen", das andere.


08/04

Entscheidung über Alkoholverbot nicht einstimmig

Wird es an den Einlässen einen Alkoholtest oder eine Fiebermessung geben? Seifert: Erst mal müsse jeder Klub Erfahrungswerte sammeln. Die Abstimmung über das Alkoholverbot sei keine einstimmige Entscheidung gewesen. Alle Entscheidungen beruhten nicht auf fehlendem Vertrauen den Fans gegenüber, sondern darauf, dass sich alle Beteiligten Schritt für Schritt auf die neue Situation einzustellen hätten. "Wir haben alle die Sehnsucht nach Normalität."


08/04

20.000 Fans im Stadion? "Das klingt befremdlich"

Wie viele Fans dürfen in die Stadien? Wurde etwas über die Größenordnung gesagt? Seiferts Antwort: "Ich möchte deutlich machen, dass irgendein Klub in den letzten Tagen gefordert hat, mit einer bestimmten Zahl von Zuschauern zu starten." Die Zahlen seien eine Konsequenz des Leitfadens gewesen. "Niemand in der Liga hat gefordert, am 18. September mit 20.000 oder 30.000 Zuschauern zu starten. Diese Zahl klingt befremdlich." Man führe jetzt auf der Basis des Leitfadens Gespräche. "Wir haben heute nicht über eine pauschale Zahl gesprochen."


08/04

Jetzt beginnt die Fragerunde in Frankfurt.


08/04

Über die personelle Besetzung der Arbeitsgruppen der neuen Taskforce "Zukunft Profifußball" will die DFL "zeitnah" entscheiden. Dabei soll es um Fehlentwicklungen im Fußball gehen. Im September nehmen die Arbeitsgruppen ihre Arbeit auf.


08/04

Nun geht es um die künftige Verteilung der TV-Gelder: Bis Anfang Dezember soll es einen Beschluss geben.


08/04

Klubs verpflichten sich zur Datenerfassung

Und auch der vierte Antrag ging durch: Die Klubs verpflichten sich, sicherzustellen, Daten der Ticketkäufer zu erfassen, um etwaige Infektionswege nachverfolgen zu können.


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