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Pressekonferenz im Ticker: DFB meldet sich zurück - Löw beruft ersten Kader seit November

Die wichtigsten Infos und Aussagen von der Pressekonferenz:

  • Löw hat für die beiden anstehenden Länderspiele gegen Spanien (3.9. in Stuttgart) und in der Schweiz (6.9. in Basel) seinen Kader berufen
  • Zum ersten Mal nominiert worden sind Robin Gosens (Atalanta Bergamo), Oliver Baumann (TSG Hoffenheim) und Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach)
  • Löw verzichtet dabei freiwillig auf einige Profis von Bayern München und RB Leipzig, um diese nach dem Champions-League-Turnier zu schonen
  • Aus Sicht des Bundestrainers wird die Belastungssteuerung bis zur Europameisterschaft von zentraler Bedeutung sein
  • Für den DFB sind die anstehenden Länderspiele nach zehnmonatiger Pause sehr wichtig, auch aus wirtschaftlicher Sicht
  • Löw traut Hansi Flick eines Tages den Job als Bundestrainer zu, schließlich haben beide schon jahrelang beim DFB zusammengearbeitet


08/25

Löw wird seinen Kader am kommenden Montag um sich versammeln. Dann beginnt die Vorbereitung für die Spiele gegen Spanien (3.9.) und die Schweiz (6.9.). Hier nochmal die Nominierten auf einen Blick: https://www.kicker.de/782429/artikel/erster_dfb_kader_seit_november_loew_beruft_drei_neulinge


08/25

Das war's, die Pressekonferenz ist vorbei.


08/25

Löw wird gefragt, ob Hansi Flick eines Tages sein Nachfolger werden könnte: "Dass ich ihm das zutraue, ist keine Frage. Ich habe mit Hansi acht Jahre zusammengearbeitet. Es besteht eine Verbindung, eine Seelenverwandtschaft. Der Hansi hat eine sehr hohe Fachkompetenz, eine hohe Empathie."


08/25

"Auf jeden Fall hilfreich", sagt Löw über Bayern Champions-League-Sieg mit Blick auf die Nationalmannschaft. "Das ist für jeden Spieler eine gute Erfahrung. Das gibt ein hohes Selbstbewusstsein. Die Spieler sind hungrig. Es hilft, in großen und wichtigen Spielen bestehen zu können."


08/25

Bierhoff äußert sich ebenfalls zum Verzicht auf einige Stammspieler. Der Blick zurück habe gezeigt, dass viele Topteams ihre Stammspieler in den Monaten vor einem Turnier gar nicht übermäßig häufig eingesetzt hätten.


08/25

Der Bundestrainer kommt auf seine Entscheidung zu sprechen, einige Bayern- und Leipzig-Spieler mit hoher Belastung nicht zu berufen. Er habe mit Julian Nagelsmann und Hansi Flick vor dem Champions-League-Turnier gesprochen. Beide haben signalisiert, die Spieler abstellen zu wollen, sofern Löw sie nominiert hätte. Beide hätten aber auch die Entscheidung begrüßt, auf sie zu verzichten. "Der Hansi war auch froh", sagt Löw. "Aber natürlich ist mir das auch schwer gefallen. Wir spielen gegen Spanien und die Schweiz, ich habe die Spieler lange nicht gesehen."


08/25

Löw wird auf die ausgebooteten Spieler nach der WM 2018 angesprochen, zum Beispiel Thomas Müller. Der 60-Jährige betont, es sei darum gegangen, jungen Spielern mehr Raum zu geben. "Wir haben den Umbruch schnell bewältigt, viel schneller als andere", sagt er. Es gebe momentan keinen Grund, an seiner damaligen Entscheidung zu zweifeln. Er sei aber der allerletzte, eine Entscheidung zu korrigieren, wenn sie sich als falsch erwiesen habe. Dazu gebe es momentan aber keinen Grund.


08/25

Im Gegensatz zu anderen Trainern habe er ein Geisterspiel an der Seitenlinie noch nie erlebt, auch die Vorbereitung sei ja momentan ganz anders. Entsprechend habe er sich viele Infos von Mannschaftsarzt Meyer geholt, so Löw. Er sei trotzdem motiviert.


08/25

Der Bundestrainer wird gefragt, wie er mit den Geisterspielen umgehen will. Er sei positiv angetan gewesen, mit welcher Konzentration und Motivation die Spieler in der Bundesliga ihre Aufgaben in den leeren Stadion angenommen haben, "mit welchem Nachdruck und mit welcher Power" sie aufgetreten sind, sagt Löw.


08/25

Löw spricht über die jeweils drei angesetzten Länderspiele im Oktober und November. "Ich verstehe die Verbandsinteressen, jedes Länderspiel hat eine hohe Wertigkeit und finanzielle Auswirkungen. Das ist wichtig für den Verband", so Löw. "Drei Spiele geben mir auch eine andere Perspektive." Aber: Ihm wären eher zwei, drei Trainingseinheiten lieber gewesen. "Das fällt bei drei Spielen in kurzer Zeit weg."


08/25

Der Bundestrainer gibt Einblicke in seinen persönlichen Alltag während der Corona-Krise. Er habe auf Reisen weitgehend verzichtet, sich bei Freiburg aufgehalten. "Man hat mehr Zeit zum Nachdenken, auch über andere Dinge."


08/25

"Ich kehre in großer Vorfreude zurück", sagt Löw. Es sei schwierig gewesen, nicht zu in die Stadien zu gehen. Er habe die Partien am Fernsehen gesehen und analysiert. Aber: "Es war nicht so einfach, Spiele auf diese Weise zu sehen und nicht im Stadion."


08/25

Nochmal betont er: Die Belastungssteuerung werde sehr, sehr wichtig. "Welche Mannschaft hat in diesem Jahr die Belastung am besten toleriert?", fragt Löw. Das werde eine der entscheidenden Fragen werden.


08/25

Löw kommt auf die EM zu sprechen. Es sei wichtig, Automatismen zu üben und Abläufe zu trainieren. Noch wichtiger werde das dann in den Wochen unmittelbar vor dem Turnier. Jetzt gehe es um die Prinzipien. Seine Mannschaft solle sich nicht nur am Gegner orientieren, sondern auch selbstbewusst ihre eigene Philosophie durchdrückt. "Daran werden wir arbeiten", sagt der Bundestrainer.


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