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Bekanntgabe Friedensnobelpreisträger


°°° Das Wichtigste in Kürze °°°

• Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP). • Das Welternährungsprogramm ist die weltweit größte humanitäre Organisation, die sich mit der Bekämpfung des Hungers befasst. • Das norwegische Nobelkomitee ehrt die Organisation u.a. für ihre Bemühungen zur Bekämpfung des Hungers, für ihren Beitrag zur Verbesserung der Bedingungen für den Frieden in den von Konflikten betroffenen Gebieten.
Foto: Lynn Bo Bo/epa/dpa/Archiv


10/09

Das war's an dieser Stelle! Wir beenden unsere Echtzeitberichterstattung von der Bekanntgabe des Friedensnobelpreises. Vielen Dank fürs Dabeisein und für ihr Interesse.


10/09

Übrigens, der Friedensnobelpreis ist diesmal mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 950.000 Euro) dotiert. Der Preis wird am 10. Dezember, dem Todestag Preisstifters Alfred Nobel überreicht. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist diesmal aber unklar, ob der Preisträger nach Norwegen reisen kann oder digital zur Preisvergabe zugeschaltet wird. Die feierliche Preiszeremonie wird auch nicht wie üblich im Osloer Rathaus, sondern in deutlich kleinerem Rahmen in der Aula der Universität der Stadt stattfinden.


10/09

UPDATE | David Beasley, Chef des Welternährungsprogramms (WFP), reagiert mit großer Freude auf die Auszeichnung. "Ich kann es nicht glauben!", sagt er in einer Videobotschaft aus Niger in Nordafrika. "Ich glaube, dies ist das erste Mal in meinem Leben, dass mir die Worte fehlen", sagt er. "Vielen Dank für diese unglaubliche Ehre!"


10/09

Fast 690 Millionen Männer, Frauen und Kinder litten im vergangenen 2019 an Unterernährung, wie es im aktuellen Bericht der Welternährungsorganisation heißt.


10/09

Das Welternährungsprogramm (WFP) bezeichnet die Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis als Mahnung zu verstärktem Einsatz für Frieden und gegen Hunger in der Welt bezeichnet. "Dies ist eine eindringliche Mahnung an die Welt, dass Frieden und Null-Hunger Hand in Hand gehen", schreibt die UN-Organisation auf Twitter. "Tiefster Dank".


10/09

"Die Auszeichnung hebt die überaus verdienstvolle Arbeit der Welternährungsorganisation gerade in schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie hervor", sagt die stellvertretende Regierungssprecherin, Ulrike Demmer. Weltweit erlitten über 820 Millionen Menschen Hunger und Mangelernährung, die Grund für Gesundheitsrisiken seien. Die Corona-Pandemie habe diese Situation weiter verschärft, erklärt sie weiter.
Ein unterernährtes vierjähriges Mädchen in einem Krankenhaus in Sanaa, Jemen. Foto: Mohammed Mohammed/XinHua/dpa/Archiv


10/09

Die deutsche Chefsprecherin des Welternährungsprogramms (WFP), Bettina Lüscher, freut riesig über den Friedensnobelpreis für die UN-Organisation. Der Direktor des WFP, der US-Amerikaner David Beasley, sei gerade in Afrika: "Er ist im Feld unterwegs und schwer zu erreichen. Aber er weiß es", erklärt sie der Deutschen Presse-Agentur am Telefon.


10/09

Ein erste offizielle Stellungnahme gibt es nun auch der Organisation selbst. Mit dem Preis werde Arbeit der WFP-Mitarbeiter gewürdigt, die jeden Tag ihr Leben aufs Spiel setzen, um mehr als 100 Millionen hungernden Kindern, Frauen und Männern auf der ganzen Welt Nahrung und Hilfe zu bringen, schreibt die Organisation auf Twitter.


10/09

»Verdiente Anerkennung für ihre gewaltigen Anstrengungen zur Bekämpfung des Hungers. Sie helfen so vielen, einschließlich Flüchtlingen, Vertriebenen und Staatenlosen.« Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR auf Twitter.


10/09

Der Bundesvorsitzende der SPD, Norbert Walter-Borjans, zeigt sich mit der Entscheidung des norwegischen Nobelkomitees sehr zufrieden. "Der Friedensnobelpreis ist hochverdient! Dass Menschen weltweit noch immer an Hunger leiden, ist unerträglich. Starkes Zeichen auch für die Bedeutung intern. Zusammenarbeit. Eine exzellente Entscheidung in diesen Zeiten!", schreibt der auf Twitter.


10/09

»Wir sind sprachlos!« Der offizielle deutschsprachige Twitter-Kanal des Welternährungsprogramms (WFP).


10/09

Auch das Bundesentwicklungsministerium reiht sich in die Reihe der Gratulanten: "Gerade in der Corona-Krise ist die Arbeit des Welternährungsprogramms wichtiger denn je. Wir werden den Kampf gegen den Hunger weltweit weiter unterstützen", schreibt das Ministerium auf Twitter und postet ein Bild mit Entwicklungsminiter Gerd Müller und David Beasley, Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms (WFP).


10/09

Glückwünsche für den neuen Preisträger auch von Bundesaußenminiser Heiko Maas. "Das Welternährungsprogramm steht für die Verantwortung der Weltgemeinschaft für jedes einzelne Menschenleben", schreibt der SPD-Politiker unter anderem auf Twitter. Der Preis sei "hochverdient". Maas hebt den unermüdlichen Einsatz des WFP hervor. Die Organisation rette täglich Millionen Menschen vor Hunger und Mangelernährung.


10/09

"Dies ist ein stolzer Moment", so der Sprecher des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen in Genf, Tomson Phiri. Phiri war in einer Pressekonferenz gerade dabei, über die Arbeit des WFP im Sudan berichten, als der Preisgewinn bekannt wurde. Der Preis sei eine Anerkennung sowohl für die Mitarbeiter als auch die vielen freiwilligen Helfer und Helferinnen in aller Welt. "Wir haben auch in diesem Jahr geliefert und mehr als unsere Pflicht erfüllt", erklärt er. Das WFP habe trotz der weltweiten Reisebeschränkungen Hungrige versorgt. "Wir waren zu einem bestimmten Zeitpunkt die größte Fluggesellschaft der Welt", sagt er. Das WFP hat Flugzeuge gechartert, nachdem kommerzielle Flüge, die sonst viel Material für das WFP befördern, nicht mehr geflogen waren.

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