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Bekanntgabe Friedensnobelpreisträger



10/09

"Verdienter Preis", schreibt das Kinderhilfswerk World Vision auf Twitter.


10/09

Nach Angaben des norwegischen Nobelkomitees ist es wegen der Coronavirus-Pandemie zu einem starken Anstieg der Zahl der Opfer des Hungers in der Welt gekommen. "In Ländern wie dem Jemen, der Demokratischen Republik Kongo, Nigeria, dem Südsudan und Burkina Faso hat die Kombination aus gewaltsamen Konflikten und der Pandemie zu einem dramatischen Anstieg der Zahl der Menschen geführt, die am Rande des Hungers leben", erklärt Berit Reiss-Andersen, Vorsitzende des Friedensnobelpreiskomitees. »Bis zu dem Tag, an dem wir einen medizinischen Impfstoff haben, ist Nahrung der beste Impfstoff gegen das Chaos.« Aus einer Erklärung des Welternährungsprogramms WFP.


10/09

Das Welternährungsprogramm (WFP) ist die weltweit größte humanitäre Organisation, die sich mit der Bekämpfung des Hungers und der Förderung der Ernährungssicherheit befasst. Im Jahr 2019 leistete das WFP Hilfe für fast 100 Millionen Menschen in 88 Ländern, die Opfer von akuter Ernährungsunsicherheit und Hunger sind, heißt es auf der Homepage des Nobelpreiskomitees. Im Jahr 2015 wurde die Ausmerzung des Hungers als eines der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Das WFP ist das Hauptinstrument der UNO zur Verwirklichung dieses Ziels. In den letzten Jahren hat die Situation eine negative Wende genommen. Im Jahr 2019 litten 135 Millionen Menschen an akutem Hunger, die höchste Zahl seit vielen Jahren. Der größte Teil des Anstiegs wurde durch Krieg und bewaffnete Konflikte verursacht.
Foto: EPA European Pressphoto Agency/epa/dpa


10/09

»Für ihre Bemühungen zur Bekämpfung des Hungers, für ihren Beitrag zur Verbesserung der Bedingungen für den Frieden in den von Konflikten betroffenen Gebieten und für ihre Rolle als treibende Kraft bei den Bemühungen, den Einsatz von Hunger als Kriegs- und Konfliktwaffe zu verhindern.« Berit Reiss-Andersen, Vorsitzende des Friedensnobelpreiskomitees


10/09

Für den Kampf gegen den Hunger erhält in diesem Jahr den Friedensnobelpreis das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen.


10/09

Die Verkündung des Preisträgers in wenigen Minuten wird unprätentiös ablaufen. Die norwegische Juristin Berit Reiss-Andersen, Vorsitzende des Friedensnobelpreiskomitees, wird an ein Rednerpult treten und den Namen der Person oder der Organisation verkünden. Anschließend folgt die Begründung für die Entscheidung.
Berit Reiss-Andersen bei ihrer Rede im vergangenen Jahr. Foto: Stian Lysberg Solum/NTB Scanpix/dpa/Archiv 


10/09

Hätten Sie es gewusst? Keine andere Organisation erhielt häufiger den Friedensnobelpreis als das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (ICRC) - gleich dreimal, im Jahr 1917 und 1944 sowie 1963. Indirekt ging der Preis 1901 für Henry Dunant als Gründer ebenfalls an das Komitee vom Roten Kreuz.


10/09

Unter den Preisträgern der vergangenen Jahre waren auch viele Polit-Promis: Mutter Teresa, US-Bürgerrechtler Martin Luther King, Alt-Bundeskanzler Willy Brandt, der Gründer des Roten Kreuzes Henry Dunant , der Ex-US-Präsident Barack Obama, der ehemalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela, der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan und der ehemalige Präsident der UdSSR Michail Gorbatschow.
Fotos: dpa/Archiv


10/09

Bis es in Oslo losgeht, dauert es noch eine kleine Weile. Hier die Preisträger der vergangenen 10 Jahre: 2019: Abiy Ahmed (Äthiopen)2018: Denis Mukwege (Kongo)/Nadia Murad (Irak) ▸ 2017: Internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung2016: Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos ▸ 2015: Das Quartett für den nationalen Dialog in Tunesien2014: Malala Yousafzai (Pakistan)/Kailash Satyarthi (Indien) ▸ 2012: Europäische Union (EU)2011: E. J.-Sirleaf/L. Gbowee (Liberia) T. Karman (Jemen) ▸ 2010: Liu Xiaobo (China)
Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed wurde 2019 für seine Bemühungen für Frieden und internationale Zusammenarbeit und vor allem für seine Initiative zur Lösung des Grenzkonflikts mit dem Nachbarland Eritrea geehrt. Foto: Hakon Mosvold Larsen/NTB Scanpix/dpa


10/09

Wer wird noch als Favorit gehandelt? Beim Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri beispielsweise hält es Direktor Dan Smith für möglich, dass das Nobelkomitee diesmal einen Preis für den Kampf für Menschenrechte oder die Umwelt ins Auge fassen könnte. Der Direktor des Osloer Friedensforschungsinstituts Prio, Henrik Urdal, kann sich vorstellen, dass der Preis erstmals an eine Journalistenorganisation wie das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) geht. Auch der russische Oppositionelle Alexej Nawalny sowie junge Aktivistinnen aus dem Sudan, Libyen und Somalia stehen weit oben auf Urdals Favoritenliste.
Die Hongkonger Aktivisten Joshua Wong (m.) und Nathan Law (l.) vor einem Gerichtsgebäude in Hongkong. Foto: Vincent Yu/AP/dpa/Archiv


10/09

Greta Thunberg selbst glaubt nicht, dass der diesjährige Preis an eine Klimaorganisation gehen wird. "Das ist ja ziemlich unwahrscheinlich", so die junge Schwedin heute Morgen während ihres allwöchentlichen Klimaprotests vor dem Parlament in Stockholm im Gespräch mit Reporter der Zeitung "Aftonbladet". Auf die Frage, wem sie den Preis geben würde, sagt sie: "Oh, da gibt es ziemlich viele. Deshalb ist das unmöglich zu sagen."


10/09

Die Jury hat die Wahl zwischen 301 Nominierten, unter ihnen sind 318 nominierte Kandidaten, darunter 211 Persönlichkeiten und 107 Organisationen. Geht es nach den Wettanbietern, dann können sich die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern und die Weltgesundheitsorganisation WHO die größten Hoffnungen auf den diesjährigen Preis machen.
Greta Thunberg, Umweltaktivistin und Schülerin aus Schweden. Foto: Jessica Gow/TT NEWS AGENCY/AP/dpa


10/09

Der Friedensnobelpreis gilt als die weltweit wichtigste politische Auszeichnung. Ins Leben gerufen wurde er vom 1896 verstorbenen schwedischen Dynamit-Erfinder Alfred Nobel. »Dem, der am meisten oder besten für die Verbrüderung der Völker und für die Abschaffung oder Verminderung der stehenden Heere sowie für die Bildung und Verbreitung von Friedenskongressen gewirkt hat.« Alfred Nobel darüber, wem der Friedensnobelpreis gebührt.


10/09

Wer wird es in diesem Jahr? Um kurz nach 11.00 Uhr lüftet das norwegische Nobelkomitee das Geheimnis, wer mit dem begehrten Preis ausgezeichnet wird. Bis dahin halten wir Sie mit allem Wissenswerten rund um das Thema auf dem Laufenden.


10/09

Guten Tag und herzllch willkommen! Wir blicken in den nächsten Stunden mit Spannung nach Oslo. In der norwegischen Hauptstadt wird heute der neue Friedensnobelpreisträger bekanntgegeben.

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