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Coronavirus-Newsblog


Iran verhängt Lockdown für zehn Tage

Der Iran ordnet nach staatlichen Angaben im Großteil des Landes einen zehntägigen Lockdown an. Betroffen seien 23 der 31 Provinzen. Unternehmen, Schulen, Theater und Sporteinrichtungen müssen schließen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Versammlungen seien verboten.

Remscheid Corona-Hotspot in NRW

Die NRW-Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4558 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind rund 600 mehr als vor einer Woche (3957). Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Samstagmorgen in NRW bei 115. Damit ist die Sieben-Tage-Inzidenz im bevölkerungsreichsten Bundesland gegenüber dem Vortag (Freitag: 108,6, Donnerstag: 106,9) erneut gestiegen. In 37 Kreisen und kreisfreien Städten lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Samstag über der Marke von 100. Sie ist eine Alarm-Schwelle für besondere Schutzvorkehrungen. In 16 Kreisen und kreisfreien Städten lag der Wert unter der Marke von 100. Vor einer Woche waren es elf. Besonders hoch waren die Werte mit 196,1 im Kreis Siegen-Wittgenstein und mit 190,4 in Remscheid. Für Köln wurde ein Wert von 131,0 ausgewiesen (Vortag: 135,2). Die Millionenstadt hatte am Freitag Alarm geschlagen wegen steigender Zahlen auf den Intensivstationen.

Tierschutzbund fürchtet Rückgabewelle bei Tierheimen

Der Deutsche Tierschutzbund befürchtet eine Rückgabewelle von Tieren in den Tierheimen nach der Corona-Pandemie. "Im vergangenen Jahr hat die Zahl der in Deutschland gehaltenen Hunde und Katzen massiv zugenommen", sagte Sprecherin Lea Schmitz der Bremerhavener Nordseezeitung. "Viele der frischgebackenen Tierhalter haben sich das im Vorfeld bestimmt gut überlegt. Aber mindestens genauso viele haben vermutlich spontan gehandelt, sei es aus Einsamkeit oder um den Kindern in der Pandemie Beschäftigung zu bieten." Es sei zu befürchten, dass Tiere wieder abgegeben würden, wenn sich das Leben wieder normalisiere, sagte Schmitz. "Aufgrund des Haustierbooms sind viele Tierheime leerer, gleichzeitig ist die Zahl der Anfragen weiterhin riesig." Es sei schön, wenn Menschen ein Tierheimtier adoptieren möchten, allerdings fehle den Tierheimen aktuell oft die Zeit, die Flut an Anfragen zeitnah zu beantworten. Zudem gebe es Interessenten, die leer ausgingen, weil sie sich nicht eigneten oder weil kein passendes Tier zur Vermittlung stehe, so Schmitz.

"Corona-Blues" aus Lübbecke

Die Wortneuschöpfung „mütend“ beschreibt es ganz gut, findet Pfarrer Reinhard Ellsel aus Lübbecke. Er meint diesen Gemütszustand aus Müdigkeit und Wut, aus Ermattung und Gereiztheit, der sich zur Zeit bei vielen Menschen in der Corona-Pandemie zeige. Seine künstlerische Antwort darauf: ein „Corona-Blues“. Sein Liedtext greift die Ermattung nach einem Jahr Corona auf, die Lust am Schimpfen und das Gefühl des Gelähmtseins und des Eingesperrtseins. Das Motiv vom Panther im Käfig in der zweiten Strophe ist ein Anklang an das berühmte Gedicht „Der Panther“ von Rainer Maria Rilke.

Domprobst warnt vor Folgen des Lockdowns für die Jugend

„Wir dürfen Kinder und Jugendliche mit ihren Zukunfts-Ängsten in der Corona-Krise nicht allein lassen.“ Das fordert Dompropst Monsignore Joachim Göbel als Leiter des Bereiches Schule und Hochschule im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn angesichts eines möglicherweise erneuten harten Lockdowns.

Anstieg der Inzidenz im Kreis Paderborn - auch wegen Meldeverzug

Der offizielle Sieben-Tage-Inzidenzwert im Kreis Paderborn liegt nun bei 74,7. Das meldet am Samstagmorgen das Landeszentrum Gesundheit (LZG) mit Stand 0 Uhr. Am Freitag wurde der Wert mit 56,2 angegeben, dieser ist rückwirkend auf 73,4 gestiegen. In NRW haben Bottrop, der Kreis Höxter, Münster sowie die Kreise Soest und Unna eine niedrigere Inzidenz als Paderborn. Die Werte sind derzeit aber weiterhin mit Vorsicht zu genießen: Durch die Osterfeiertage ist laut des Robert-Koch-Instituts vielerorts ein erheblicher Meldeverzug entstanden. Das RKI geht davon aus, dass die Testhäufigkeit erst nach den Ferien, also in den meisten Bundesländern und auch in NRW nach dem kommenden Wochenende, wieder auf einem mit den Vorwochen vergleichbaren Niveau liegt und es erst dann wieder belastbare Daten gibt.

Rasanter Anstieg der Inzidenz in Bielefeld

Nach drei Tagen mit relativ konstanten Werten unter 100 steigt die 7-Tage-Inzidenz in Bielefeld zum Samstag wieder rasant an. Das Robert-Koch-Institut und das Landeszentrum Gesundheit melden 145 Corona-Neuinfektionen, die Meldeinzidenz der letzten sieben Tage schießt damit um einen Wert von 31,7 auf 123,0 pro 100.000 Einwohner in die Höhe. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es neue Fälle während der Ostertage teilweise verspätet gemeldet wurden.

40- bis 49-Jährige bei den Neuinfektionen in Bielefeld vorn

Welche Altersgruppe steckt sich aktuell am häufigsten in Bielefeld an? Es ist die Gruppe der 40- bis 49-Jährigen. Das geht aus der Statistik der Coronafälle nach Alter pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner hervor. Demnach hat diese Altersgruppe derzeit die höchste Inzidenz – und zwar 151. Das entspricht 61 Neuinfektionen.

Hotels und Gaststätten: Jeder vierte Betrieb rechnet mit Aus

Nach einer aktuellen Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) erwägt einem Medienbericht zufolge inzwischen jedes vierte Unternehmen der Branche, den Betrieb aufzugeben. Viele Hoteliers und Gastronomen seien "nervlich und finanziell am Ende", zitiert Merkur.de Dehoga-Präsident Guido Zöllick. 75 Prozent der befragten Unternehmer bangten um ihre Existenz. Rund 25 Prozent rechneten mit einer Betriebsaufgabe. "Sie ziehen das ganz konkret in Betracht." Tausende Mitarbeiter bangten um ihre Jobs. Zöllick fordert die Politik auf, im Laufe des Mai wieder eine Öffnung von Hotels, Restaurants und Ferienwohnungen zu erlauben - "in jeglicher Form, innen und außen".

119 junge Häftlinge in der JVA Staumühle in Quarantäne

In der Justizvollzugsanstalt (JVA) im Hövelhofer Ortsteil Staumühle sind 18 junge Gefangene positiv auf Corona getestet worden. Der Kreis Paderborn hat für alle 119 jungen Gefangenen Quarantänemaßnahmen bis zum 20. April angeordnet. Mitarbeiter sind nicht betroffen. Die Gefangenen in Hövelhof, in der Regel junge Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren, verbüßen ihre Strafe im offenen Vollzug, das heißt, sie haben Ausgang und vielfach auch eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle außerhalb der JVA. „Bisher waren wir ganz gut durch die Pandemie gekommen“, sagte die Leiterin der JVA, Elke Jungeblodt.

Regierung plant offenbar bundesweit einheitliche Ausgangssperren

In einer "Formulierungshilfe" für die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD, schlägt die Regierung offenbar bundesweit einheitliche nächtliche Ausgangssperren von 21 Uhr bis 5 Uhr in allen Landkreisen und kreisfreien Städten ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 vor. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP, der das Papier vorliegt. Weitere Regelungen betreffen die Schließung von Schulen, Kitas, Läden, Gastronomie, Hochschulen, Sportstätten und Kultureinrichtungen. Mit der geplanten Gesetzesänderung, die im Eilverfahren durch Kabinett und Parlament beschlossen werden soll, zieht der Bund mehr Kompetenzen in der Pandemiebekämpfung an sich. "Damit werden dem Bund zusätzlich dieselben Handlungsmöglichkeiten wie den Ländern gegeben, um eine bundesweit einheitliche Steuerung des Infektionsschutzes zu gewährleisten", heißt es in der Vorlage.

Aktuelle Inzidenzwerte für OWL

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist zum Samstag in Ostwestfalen-Lippe teilweise sprunghaft angestiegen - in den Kreisen Lippe und Gütersloh um mehr als 20, in Bielefeld sogar um mehr als 30. Auch für den Kreis Paderborn - als NRW-Modellregion ausgewählt - meldet das Landeszentrum für Gesundheit einen Anstieg um 18,5 Punkte. Einzig im Kreis Minden-Lübbecke ging die Inzidenz zurück. Der Kreis Höxter ist weiterhin die Region in NRW mit der niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenz. Kreis Lippe: 173,5 (+27,3) Stadt Bielefeld: 123,0 (+31,7) Kreis Herford: 117,3 (+4,0) Kreis Gütersloh: 115,9 (+20,3) === NRW-Durchschnitt: 115,0 (+6,5) === Kreis Minden-Lübbecke: 110,2 (-13,9) Kreis Paderborn: 74,7 (+18,5) Kreis Höxter: 49,2 (+4,0) In den Klammern die Veränderungen zum Vortag. Quelle: LZG NRW, Stand: 10.04.2021, 0 Uhr

Brinkhaus mahnt Bund und Länder zur Einigkeit

Mit bundesweit einheitlichen Regeln soll die dritte Corona-Welle in Deutschland gebrochen werden. Dazu soll das Infektionsschutzgesetz im Eilverfahren nachgeschärft werden - so der Plan der Bundesregierung. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (Gütersloh) warnt dabei vor Zerwürfnissen mit den Ländern. «Es darf keine Front zwischen Bund und Ländern geben. Wir sind darauf angewiesen, dass wir diese Pandemie gemeinsam bekämpfen», sagte Brinkhaus den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er begrüße aber den Vorstoß für mehr Einheitlichkeit. «Wir sind als Bundestag unglücklich darüber, dass der Spielraum, den wir den Ländern im Infektionsschutzgesetz geben, zu oft uneinheitlich ausgeübt wird», sagte Brinkhaus. Der Bundestag könnte im Infektionsschutzgesetz nun genauer festlegen, was gemacht werden muss, wenn die Corona-Zahlen bestimmte Grenzen überschreiten. «Wir müssen nur aufpassen, dass wir das gemeinsam und nicht gegen die Bundesländer auf den Weg bringen», sagte Brinkhaus. Denn die Umsetzung der Maßnahmen liege in der Zuständigkeit der Länder.

Charité warnt vor dritter Welle

Die Berliner Charité betrachtet mit großer Sorge die Entwicklungen in der dritten Pandemie-Welle. «Wenn die Anzahl schwer kranker Covid-Patienten die zweite Welle übertrifft, kommen wir in eine kritische Situation», sagte Martin Kreis, Vorstand für die Krankenversorgung in Deutschlands größter Uniklinik. Anfang des Jahres sei an der Charité durch die hohe Zahl an schweren Covid-Fällen auf Intensivstationen eine absolute Grenzbelastung erreicht gewesen. So habe die Charité im Januar nicht alle Patienten aus bereits überlasteten Kliniken anderer Bundesländern aufnehmen können. Sie selbst habe aber keine Corona-Kranken in andere Bundesländer verlegen müssen. «Wir werden weiter alles daran setzen, Patienten aus der Region auch in Berlin zu versorgen», sagte Kreis. Die Zahl der Neuzugänge auf den Intensivstationen der Charité sei in den vergangenen beiden Wochen deutlich gestiegen, sagte Kreis. Besonders betroffen sei nun die Altersgruppe zwischen 30 und 60, die bislang wenig Chancen auf Impfungen hatte. «Der Trend ist eindeutig, und er zwingt uns, zu reagieren», ergänzte das Vorstandsmitglied. So sei eine Reserve-Intensivstation wieder vollständig geöffnet worden. Darüber hinaus wurden planbare Operationen, die aufgeschoben werden können, abgesagt. Da ein großer Teil des Charité-Personals bereits geimpft sei, gebe es an den Kliniken nun weniger Sorgen, dass Mitarbeiter wegen eigener Infektionen oder Quarantäne fehlten. Die Stimmung sei so, dass die Bereitschaft spürbar sei, die neue Herausforderung anzunehmen, sagte Kreis. Es gebe aber bei Teilen der Belegschaft auch Anzeichen von Erschöpfung und Trauer über die Corona-Toten. An der Charité ist bisher rund ein Drittel der beatmeten Covid-Patienten gestorben.

Inzidenz steigt bundesweit auf 120,6

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 24.097 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 246 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Samstagmorgen hervor. Wegen der Feiertage und der Schulferien könnten die Corona-Zahlen des RKI noch nicht vergleichbar mit den Werten vor Ostern sein. Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 18.129 Neuinfektionen und 120 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 120,6. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von drei Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 110,4 an, vor einer Woche lag sie noch bei über 130. Der Inzidenzwert ist momentan noch mit Vorsicht zu genießen und dürfte wegen weniger Tests und Meldungen über Ostern zu niedrig ausfallen.


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