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DFB-PK mit Jogi Löw und Oliver Bierhoff nach dem EM-Aus


06/30

Seitens der Mannschaft habe es nochmal ein "gegenseitiges Dankeschön" gegeben. Aber eine große Ansprache eines Spielers gab es gestern Nacht nicht mehr.


06/30

Löw kommt auf die Phase nach der WM 2018 zu sprechen. "Es gab viele Schwierigkeiten. Am Ende gab es durch Corona und manche Verletzungen auch nicht die Möglichkeit, die Mannschaft so einzuspielen und zu formen, wie es nötig gewesen ist." Andere Nationalteams waren den Deutschen in dieser Sache voraus, betont Löw.


06/30

Nun blickt Löw nochmal zurück, an viele Gespräche mit Spielern und Betreuern, an die Momente, "wenn wir Pläne geschmiedet haben". Etwa nach dem bitteren EM-Aus 2012, als man sich vor der WM in Brasilien vorgenommen habe, "endlich auch mal diesen letzten Schritt zu gehen". Der 61-Jährige erinnert auch an das Campo Bahia (WM-Quartier in Brasilien) und den einen oder anderen Austausch "bei einem Espresso".


06/30

Er werde mit manchen Spielern sicher auch in Kontakt bleiben.


06/30

Löw spricht nochmal über die letzte Nacht. "Niemand konnte Ruhe finden, die Enttäuschung ist riesengroß." Am Morgen hat es nochmal kurze Gespräche gegeben.


06/30

Grundsätzlich betont Bierhoff, besteht noch großer Handlungsbedarf im deutschen Fußball. Doch das sei heute kein Thema, denn nach dem gestrigen Aus überwiege erstmal die Enttäuschung.


06/30

Bierhoff über mögliche Rücktritte: "Habe von keinem Spieler etwas gehört"

"Wir haben Spieler, die nicht mehr ganz so jung sind, die in ihren Vereinen mehr Verantwortung übernehmen müssen", wiederholt Bierhoff mit Blick auf die Zukunft. Ob es außerdem Rücktritte gibt? "Ich habe gestern von keinem älteren Spieler so etwas in die Richtung gehört. Insofern ist es immer gut, etwas Zeit verstreichen zu lassen. Es ist auch gut, wenn Hansi Flick zunächst mit diesen Spielern spricht." Doch für den DFB gehe es auch darum, in Zukunft junge Spieler einzubauen und diesen die Möglichkeit zu geben, Erfahrungen zu sammeln. "Ich wünsche mir, dass wir wieder mehr U-21-Spieler einbauen können. Aber von den 2017er Europameistern der U 21 hatten wir mit Serge Gnabry nur einen Spieler", merkt er an.


06/30

Flick sei ein Trainer, der "gerne auch mal junge Spieler" einbaut. Aber: "Wie das jetzt konkret aussieht, welche Taktik und Philosophie er haben wird - dafür werden wir bald Gelegenheit haben und ihn bitten, das mal vorzustellen."


06/30

Bierhoff wird nochmal auf die Zukunft mit Flick angesprochen. "Ich bespreche mit Hansi Flick keinen Kader. Eigentlich hat er freie Auswahl zwischen den deutschen Spielern. Ich habe immer mit den Trainern diskutiert, aber am Ende obliegt es dem Coach, welche Spieler er auswählt."


06/30

Löw: "Wir haben in diesen viereinhalb Wochen alles investiert"

Löw möchte keine große Analyse des Turniers machen: "Es ist schwierig, jetzt in diesem Moment. Einige Dinge haben zeitweise hervorragend funktioniert, andere nicht. Was ich sagen kann: Wir haben in diesen viereinhalb Wochen alles investiert." Er glaubt, "wir haben uns mit allem vorbereitet, was wir zur Verfügung hatten. Aber jetzt ins Detail zu gehen, macht für mich wenig Sinn."


06/30

Der scheidende Bundestrainer wird emotional: "Die menschliche Seite wird bleiben. Das ist schön, dafür bin ich wahnsinnig dankbar, dass ich all das erleben konnte. Dafür ist man gerne Trainer."


06/30

"Das was bleiben wird, ist der Weg, den ich mit den Menschen gegangen bin", sagt Löw, der glaubt, dass es mit einigen Jahren Abstand vielleicht auch auf "die eine oder andere Niederlage dann auch gar nicht mehr so sehr ankommt".


06/30

"Sicherlich wird es etwas Zeit brauchen, um alle Emotionen, die schönen und enttäuschenden Momente zu verarbeiten", fährt er fort. "Es gibt viele Dinge, die ich erlebt habe. Die WM im eigenen Land, in Südafrika, Brasilien, Russland... Viele Spiele." Mansches werde sich vielleicht mit etwas Abstand relativieren.


06/30

Löw spricht über seine Zeit als Bundestrainer: "Diese Verantwortung zu tragen ist nicht immer sehr leicht. Natürlich gab es auch mal Momente, in denen ich es nicht immer so toll fand. Aber nach 15 Jahren an vorderster Front bin ich auch mal froh, wenn ich mich etwas zurückziehen kann."


06/30

"Verabschiedet haben wir uns heute Morgen. Die Spieler sind nach und nach am Vormittag abgereist", so Löw weiter. Zu seiner persönlichen Zukunft sagt er: "Ich habe nichts geplant, weder einen Urlaub noch sonst was." Man werde sehen, was die nächsten Wochen mit sich bringen.


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