Postgame


05/14

Und jetzt aber wirklich: Das Licht geht aus, wir gehn nach Haus -- bis nächste Woche


05/14

Tröstende Worte kommen von seinem Amtsvorgänger Malte Metzelder, der in Ingolstadt die Daumen gedrückt hatte: "Wirklich sehr schade. Vor allen Dingen, wenn es am Ende ein Wimpernschlag war, der über den Aufstieg entschieden hat. Auch wenn die Enttäuschung groß ist und für den Moment überwiegt denke ich, dass die Mannschaft inkl. Trainerteam eine tolle Saison hingelegt und alles rausgehauen hat.. 87 Pkt. In 38 Spielen, Chapeau 🎩", schreibt Metzelder.


05/14

Auch der Sportdirektor Peter Niemeyer war sichtbar traurig, aber gefasst nach dem Abpfiff: "Ich bin unfssbar stolz auf die Mannschaft". Das habe er auch direkt nach dem Abpfiff den Spielern selbst mitgeteilt. "Und, dass wir hier etwas Großes geschaffen haben."


05/14

Und zum Abschluss das Saisonfazit in drei Absätzen: Samstagnachmittag kurz vor 4: Zwei Pfiffe beenden die Saison, einer in Essen einer in Münster – und Feierabend. Binnen weniger Minuten ist entschieden, was sich an 38 Spieltagen und in zehn langen Monaten zu einem spektakulären Meisterschaftsshowdown zugespitzt hat – mit einem Meister aus zwei meisterlichen Anwärtern. Die Wege zweier Teams auf Augenhöhe trennen sich an diesem 14. Mai. Essen steigt auf, Münster bleibt zunächst viertklassig. Beide hätten den Aufstieg verdient gehabt, beide hätten die dritte Liga bereichert. Was machte am Ende den Unterschied? Der Fußball! Der nämlich entscheidet Szenen, Spiele und schließlich Saisons in Augenblicken und Zentimetern. In dem Moment, wenn das Leder über den Spann rutscht und an den Innenpfosten klatscht, statt im Netz zu zappeln, dann, wenn der Linienrichter bewerten muss, ob eine Schulter Millimeter zu weit nach vorne gewölbt ist, oder wenn ein Spieler im Strafraum fällt und der Unparteiische in Sekundenbruchteilen entscheiden muss, was im Nachhinein auch keine Zeitlupe aufzulösen vermag. Oberarm oder Schulter, Absicht oder angeschossen – Fußball ist keine Mathematik, sondern unberechenbar, das Ergebnis zwischendurch nicht nachvollziehbar, am Ende aber immer richtig. Da ist die 88. Spielminute in Homberg, wenn VfL-Spieler Philipp Meißner völlig unbedrängt das Eigentor des Monats zum 1:0-Sieg von RW Essen gelingt. Aber auch die sechste Minute der Nachspielzeit beim Wuppertaler SV, wenn Preußen-Innenverteidiger Marcel Hoffmeier aus der Distanz zum 1:1 trifft. Fußball ist die Summe all dieser vermeintlichen oder tatsächlichen Fehlentscheidungen, aller Glücksmomente und Unglückraben. Durch den Aufstieg der Rotweißen bleibt Essen auch die Legende von der gestohlenen Meisterschaft erspart, die der verhängnisvolle Böllerwurf vom 20. Februar zweifellos nach sich gezogen hätte, als das Gipfeltreffen nach 70 Minuten beim Stand von 1:1 abgebrochen werden musste und anschließend mit 2:0 für Münster gewertet wurde. Ein Ergebnis, das die Preußen sich in einem Wiederholungsspiel erst einmal hätten erspielen müssen – das aber auch nicht auszuschließen ist. Auf der anderen Seite wird Essen auch Meister aufgrund des Torverhältnisses, das nicht unwesentlich von dem unerklärlichen 11:0-Schützenfest von RW gegen den KFC Uerdingen beeinflusst wurde. Alles abgehakt und aktenkundiger Teil einer bemerkenswerten Spielzeit, die am Ende zwar nur einen Aufsteiger, aber dennoch zwei Gewinner hatte. Sowohl Essen als auch Münster haben nach zwei langen Corona-Jahren den Fußball und ihre Clubs wieder für sich entdeckt, beide Teams haben Werbung für sich und ihren Sport gemacht. Gefeiert wird nur in Essen, aber der finale Glückwunsch und eine tiefe Verbeugung geht auch an die Preußen für eine tolle Saison


05/14

Wir verabschieden uns für heute und würden so gerne noch auf Sendung bleiben. Aber heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder keine Frage. Die Preußen lohnen sich auf jeden Fall. Ein schönes Wochenende wünschen wir allen und beim Grillen nicht den grünen Salat vergessen


05/14

Jetzt lehrt sich das Preußenstadion langsam, der Kreisel wird nur von denen angefahren, die ohnehin da lang müssen.


05/14

Auch Ex-Präsident Georg Krimphove sieht keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: "Wir haben eine tolle Saison erlebt. Der Zusammenhalt im Verein lässt einen positiv nach vorne schauen."


05/14

Tröstende Worte kommen derweil aus Frankreich, wo sich gerade Marc Fascher aufhält, der die Preußen zuletzt in Liga drei führen konnte: "Mund abputzen und nächste Saison aufsteigen!!! Der finanziell scheinbar übermächtige Rivale ist jetzt raus." Das kann man so stehen lassen


05/14

Aber hier lässt sich keiner diese Saison vermiesen. In der Fiffi-Gerritzen-Kurve wird die Mannschaft gefeiert. Am kommenden Wochenende zieht das Team dann erneut vor großer Kulisse in den DFB-Pokal ein. Smatsg um 16.40 geht es gegen den SV Rödinghausen


05/14

Hier geht alles gesittet seinen Gang, die Fans feiern die Mannschaft. Mannschaft auf dem Platz, Fans auf ihren Plätzen. Kein Grund den Platz zu stürmen, aber auch kein Grund Trübsal zu blasen. Naja, vielleicht ein bisschen ....


05/14

Carsten Gockel, lange Zeit Spieler, Trainer und sportlicher Leiter der Preußen ist ebenfalls enttäuscht und gratuliert dem Meister höflich, aber auch nachdenklich: "Glückwunsch an RWE, die sich jedoch in dieser Saison leider nicht als würdiger Meister präsentiert haben (s. abgebrochenes Spiel im Februar)." Herzlicher fallen die Grüße an seinen Ex-Club aus: "Glückwunsch an Sascha Hildmann und sein Team für eine herausragende Saison mit 87 (!) Punkten! Damit nicht in die nächste Spielklasse aufzusteigen … (?!) Glückwunsch an den DFB zu einer vollkommen verkorksten RL-Reform!"


05/14

Erste Trostworte gibt es aus Elversberg, wo Ex-Preußen-Coach Horst Steffen den Aufstieg geschafft hat und sich so auf ein Wiedersehen mit den Preußen in Liga drei gefreut hatte. "Ich kenne das Gefühl nur zu gut, als Zweiter zu scheitern, da heißt es jetzt, sofort wieder anzupacken. Die Preußen haben definitiv das Zeug dazu, haben mit dem Trainer schon verlängert und sich wieder einen guten Kader. Beim Fußball muss man manchmal Geduld haben. Vielleicht gar nicht so lange, ich drücke die Daumen fürs nächste Jahr."


05/14

Standing Ovations von den Rängen, gleich geht es aufg die Stadionrunde.


05/14

Das war der Traum von Liga drei. In diesem Jahr leider ausgeträumt. Auf dem Platz schimpft Kapitän Julian Schauerte mit den Unparteiischen, seine Kollegen sitzen auf dem Boden, Frust pur - aber nur kurz


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