SPD wählt Parteispitze ein halbes Jahr früher
Nach ihrer historischen Wahlniederlage zieht die SPD die Neuwahl der Parteispitze um ein halbes Jahr vor. Nach einem Beschluss des Parteivorstands soll der dafür vorgesehene Parteitag nun von Dezember auf Juni vorgezogen werden. Neben der Wahl der Parteispitze sollen dann Schlussfolgerungen aus dem Wahlergebnis und ein "Fahrplan für die strategische, programmatische und organisatorische Aufstellung der SPD für die Bundestagswahl 2029" auf dem Programm stehen, heißt es in dem Beschluss, über den zuerst der Tagesspiegel berichtete.
Ob die beiden Vorsitzenden Lars Klingbeil und Saskia Esken erneut kandidieren, ist unklar. Die SPD hatte bei der Bundestagswahl mit 16,4 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei einer nationalen Parlamentswahl seit 138 Jahren eingefahren. Der 47-jährige Klingbeil hatte schon nach den ersten Hochrechnungen am Wahlabend einen Generationswechsel in der Parteiführung angekündigt. Wenige Stunden später schlug das Parteipräsidium ihn für den Vorsitz der neuen Bundestagsfraktion vor.