SPD auch nach Klingbeil-Rede in Umfragen schwach
Schon wieder eine Umfrage, die der SPD zu denken geben wird. Nur noch zwölf Prozent – und damit nur noch auf Platz vier
sieht das Umfrageinstitut Infratest dimap die Sozialdemokraten. Es ist der schlechteste Wert im ARD-„Deutschlandtrend“ seit August 2019. Auch die Meinungsforscher von Forsa sahen die Partei am Montag nur bei zwölf Prozent. Andere Institute sahen die SPD in den vergangenen Tagen etwas stärker (14,5 Prozent bei INSA, 13 Prozent bei der Forschungsgruppe Wahlen).
All diesen neuen Umfragen ist gemein, dass die Reformrede von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) mit hineinspielt. Mit seinen Reformideen für Deutschland versucht der SPD-Vorsitzende wieder in die Offensive zu kommen. Bislang offenbar ohne Erfolg.
Aus der neuen Umfrage von Infratest dimap geht auch hervor, dass nur 15 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung sind. Das sind zehn Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Bei 84 Prozent überwiegt hingegen die Unzufriedenheit. Mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigen sich 21 Prozent zufrieden (minus 8 Punkte); 76 Prozent sind mit ihm unzufrieden.
Insbesondere bei den SPD-Vorsitzenden gibt es starke Veränderungen: Lars Klingbeil verschlechtert sich deutlich auf einen Zufriedenheitswert von 18 Prozent (minus 15 Punkte), mit der Arbeit von Bärbel Bas sind nur noch 15 Prozent zufrieden (minus 10 Punkte).
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet (
einen Langzeittrend finden Sie hier). Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge. Für den „Deutschlandtrend“ befragte Infratest dimap 1316 Wahlberechtigte ab 18 Jahren in Deutschland von Montag bis Dienstag dieser Woche zufällig telefonisch und online.