Dotchevs Zeit in Ulm endet
Mit dem SC Paderborn und Erzgebirge Aue stieg Pavel Dotchev einst in die 2. Fußball-Bundesliga auf. Einen Abstieg musste der 60-Jährige in seiner langen Trainerkarriere dagegen noch nie miterleben. Doch dies wird sich in Kürze ändern, denn mit dem SSV Ulm 1846 wird Dotchev den erhofften Drittliga-Klassenerhalt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verpassen. Acht Punkte Rückstand sind bei drei noch ausstehenden Spieltagen einfach zu viel.
In Ulm laufen daher bereits die Planungen für die kommende Regionalliga-Südwest-Saison. Und in der wird Dotchev beim SSV nicht mehr an der Seitenlinie stehen. Das gab der künftige Vorstandschef Dominik Schwärzel am Mittwoch bei der Vorstellung des neuen Sportdirektors Murat Isik bekannt. "Wir haben uns dazu entschieden, zukünftig den Weg in der Regionalliga nicht mit Pavel Dotchev zu gehen“, betonte Schwärzel. Dotchev habe zwar hervorragende Arbeit geleistet. Doch der Verein setze nun auf einen "konsequenten Neuaufbau auf allen Ebenen“.
Der ehemalige Spieler und Trainer des SC Paderborn hatte im November bei den Ulmer Spatzen angeheuert. Dotchev folgte damals auf Moritz Glasbrenner, der im Sommer aus der SCP-Nachwuchsabteilung zum SSV 1846 gewechselt war. Unter seiner Regie sollten die Leistungen des taumelnden Zweitliga-Absteigers zwar besser werden. Doch ein Punkteschnitt von 0,9 Zählern pro Partie, den Ulm bislang unter Dotchev verbuchte, war zu wenig, um das rettende Ufer zu erreichen.