Fabian-Prozess

Niklas Golitschek
im Landgericht Rostock
Niklas Golitschek

Gina H. schaltete am Tattag eineinhalb Stunden ihr Handy aus

Am Tattag fällt die Ermittler in den Protokollen etwas auf: Um 11.11 Uhr verschickt Gina H. ein Foto von einem Waldspazierganf. Zwischen 11.22 und 12.42 schaltet sie ihr Handy dann für fast 1,5 Stunden aus. "Das ist ein besonderes Ereignis", unterstreicht der Polizist. Denn das sonst komme nie vor. Lediglich nach dem Kauf sei es einmal für drei Minuten ausgeschaltet gewesen. 

Zudem war der Akku voll, daran kann es also nicht gelegen haben. In Nachrichten ab 12.47 Uhr wirkt sie auf den Polizisten "gestresst". Knapp eine Stunde später schickt Gina H. Nachrichten an Matthias R., will die Beziehung noch einmal retten.

Um 15.40 Uhr wird das Display von Fabians Handy eingeschaltet und das Gerät geladen. Um 15.56 sind Fotos von Gina H. im Auto dokumentiert. Ab 16.02 Uhr ist sie offenbar wieder zuhause, sucht online nach "Polizei" und macht laut Nachrichten an Freunde das Auto sauber. In der Zeugenvernehmung am 14. Oktober bestreitet sie das dem Polizisten zufolge "aus dem Nichts", sie habe ihr Auto schon ewig nicht geputzt.

Im Laufe des Abends schreibt sie weiter mit Matthias R. und anderen Männern. Zudem sucht sie nach aktuellen Polizeimeldungen.
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Updated at: Yesterday 01:37 PM