WM-Liveblog Donnerstag, 11.06.

Trotziger Auftritt von Infantino

Ein kleiner Rückblick auf den gestrigen Tag, an dem Fifa-Präsident Infantino in Mexiko-Stadt zu einer Pressekonferenz einlud. Dort äußerte er sich zu den zahlreichen Kritikpunkten, die es an der WM gibt. Und schon gleich am Anfang sagte er jenen Satz, der seine Haltung wohl am besten zusammenfasst: »Ich bereue nichts.«

Die hohen Ticketpreise etwa bezeichnete Infantino als »angemessen«. Den Fall eines bei der Einreise in die USA abgewiesenen Schiedsrichters aus Somalia fand der Schweizer »unglücklich« und riet der Öffentlichkeit, »sich zu entspannen«. Es bringe nichts, sich »anzuschreien und zu brüllen«.  Infantino verwies zugleich darauf, dass die Fifa den Regierungen der Gastgeberländer nichts vorschreiben könne. »Wir kontrollieren nicht alles«, sagte er: »Manchmal ist es gut, einfach zu chillen, relaxen.«
Foto: Henry Romero / Reuters
Zudem verteidigte Infantino erneut seine enge Beziehung zu Trump, dem die Fifa im Dezember einen extra erfundenen Friedenspreis überreicht hatte, nachdem Trump der Friedensnobelpreis verwehrt worden war. Schon damals hagelte es Kritik für das Anbiedern der Fifa an den umstrittenen Präsidenten. Heute sei Infantino »sehr froh« über das »sehr gute Verhältnis« zum US-Präsidenten. Ohne dessen Engagement und Einbindung »wäre es meiner Meinung nach schlicht unmöglich gewesen, eine WM in den Vereinigten Staaten zu organisieren«. 
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Updated at: Yesterday 09:57 PM