Hitze führt zur Ausnahmesituation für Feuerwehr-Leitstelle
Die Hitze hat den gesamten Kreis Gütersloh an diesem Wochenende fest im Griff. Der Samstag war mit Werten um 37 Grad der heißeste Tag des Jahres – in der prallen Sonne kletterte das Thermometer zur Mittagszeit sogar auf über 40 Grad.
„Das war eine absolute Ausnahmesituation“, sagt David Schürmann von der Gütersloher Kreisleitstelle der Feuerwehr am Sonntagmorgen im Gespräch mit der NW, „meine Kollegen, die am Samstag Dienst hatten, waren echt am Limit.“
Die Feuerwehr hatte das Personal sowohl vor Ort in der Leitstelle als auch in den Einsatzfahrzeugen bereits im Vorfeld aufgestockt. Unterstützung gab es außerdem von Maltester Hilfsdienst.
Laut Schürmann erreichten die Leitstelle insgesamt 780 Anrufe – ein Großteil davon hitzebedingt. „Es ging um Notrufe, Brände, Krankentransporte, aber auch Vorsorgeanrufe aufgrund der enormen Temperaturen“, berichtet der Lagedienstführer. Zum Vergleich: Während der Hochphase der Coronapandemie erreichten die Feuerwehrleitstelle in Gütersloh durchschnittlich etwa 650 Anrufe.
Aufzüge bleiben stecken, Brandmeldeanlagen lösen aus
Die Einsatzkräfte wurden am Samstag schließlich zu 42 Feuerwehreinsätzen alarmiert. Dabei handelte es sich überwiegend um Kleinbrände oder fälschlicherweise ausgelöste Brandmeldeanlagen. Auch Aufzüge blieben – vermutlich aufgrund der Hitze – stecken und Türen gingen nicht mehr auf.
Glücklicherweise blieb das für den späteren Samstagabend angekündigte Unwetter aus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte ab 21 Uhr mit schweren Gewittern und Sturm gerechnet und bereits am Mittag eine Vorabinformation rausgegeben.
„Wir hier im Kreis Gütersloh sind aber verschont geblieben. Es gab keinen unwetterbedingten Einsatz“, sagt David Schürmann, „das hätte die Lage vermutlich auch noch verschärft.“ Man behalte die Wetterlage dennoch weiterhin im Blick und stehe im „engen Austausch“ mit dem DWD, so der Lagedienstführer.
(Lena Vanessa Bleck)