Krieg in der Ukraine

Putin droht europäischen Ländern wegen „Piraterie und Raub“ mit Vergeltung

Russland droht europäischen Ländern, die Öl und andere Güter von beschlagnahmten Schiffen seiner „Schattenflotte“ veräußern, mit Vergeltung. Herrscher Wladimir Putin bezeichnete die entsprechende Erlaubnis der EU in deren jüngstem Sanktionspaket am Mittwoch als „Piraterie und Raub“. Werde sie umgesetzt, „werden wir gezwungen sein, spiegelbildlich zu antworten. Und zwar nicht unbedingt in jenen Gewässern, in denen Angriffe auf unsere Schiffe und Boote geplant sind, sondern dort, wo wir selbst dies für notwendig und sinnvoll erachten“, fügte Putin hinzu und nannte als Beispiel den Zuständigkeitsbereich seiner Pazifikflotte, an deren Manöver er teilnahm. 

Der Kommandeur der russischen Pazifikflotte sagte, allein im Bereich der Kurilen-Inseln seien von Ende April bis Anfang August von 1001 Schiffen 379 unter der Flagge „unfreundlicher Staaten“ (die Sanktionen gegen Russland verhängt haben) gefahren, darunter 26 aus Großbritannien und neun aus Frankreich. Diese Länder sowie Belgien und Schweden haben seit Jahresbeginn mindestens zehn Schiffe der „Schattenflotte“ beschlagnahmt. Auch die USA haben im Januar einen solchen Tanker aufgebracht und jüngst zur Verschrottung verkauft. Doch Putin, der sich stets um die Gunst von Präsident Donald Trump bemüht, beschränkte seine Kritik auf die Europäer. 
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Updated at: Today 01:47 AM