Wahl Sachsen-Anhalt

Katharina Köhler
Katharina Köhler

Beobachter berichten von massiver Desinformation vor der Wahl

Wahlbeobachter der Organisation Plattform Wahlen haben bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt keine nennenswerten Zwischenfälle am Wahltag festgestellt, dafür aber gezielte Desinformation vorab. „Die Landtagswahlen waren gekennzeichnet durch massive inländische und ausländische Desinformationskampagnen, die die Glaubwürdigkeit des Wahlprozesses erschüttern sollten“, sagte die Gründerin Stefanie Schiffer.

Plattform Wahlen zufolge gab es mehrere Einflussnahmen, die russischen Akteuren zugeschrieben werden können. So hätten russische Propaganda-Netzwerke wie Operation Overload („Matrjoschka“) oder „Storm-1516“ versucht, die Kandidatinnen und Kandidaten von CDU, SPD, FDP, Linke und Grünen aus Sachsen-Anhalt zu diskreditieren.

Der Bericht fußt laut Plattform Wahlen auf der Beobachtung von Stimmabgabe und -auszählung der Urnen- und Briefwahl in 209 von rund 2.600 Wahllokalen, einer Analyse ausländischer Informationsmanipulation in Zusammenarbeit mit der Forschungseinrichtung CeMAS aus Berlin sowie Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der Wahlorgane. (dpa)
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