Berlin-Wahl 2026

Cristina Marina

Berliner Wirtschaft sieht ihre Zukunft gefährdet

Die Berliner Wirtschaft hat den Wahlsonntag als „desaströs“ für die politische Mitte in Deutschland bezeichnet. „Die politischen Ränder sind weiter auf dem Vormarsch, der Spielraum für pragmatische Lösungen schmilzt", sagte der Präsident des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI), Harald Christ, mit Blick auf die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Berlin brauche jetzt schnell eine stabile und handlungsfähige Regierung. „Wohnungsbau, Bürokratieabbau, eine leistungsfähige Verwaltung und bessere Bildung dulden keinen Aufschub."

Christ sprach sich gegen eine Koalitionsbeteiligung der Linken aus. „Für uns ist klar: Wer sich nicht unmissverständlich von Antisemitismus abgrenzt, sollte in Deutschland keine Regierungsverantwortung übernehmen. Und wer in dieser Stadt Privateigentum enteignen will, setzt unsere Zukunft aufs Spiel."

Die hoch verschuldete Hauptstadt brauche privates Kapital für Wohnungen, Infrastruktur und Arbeitsplätze. „Die Berliner Wirtschaft erwartet vom künftigen Senat verlässliche Rahmenbedingungen, solide Finanzen, einen Ausbau der inneren Sicherheit und ein klares Bekenntnis zu Wachstum und Investitionen", sagte der VBKI‑Präsident. „Berlin kann seine Zukunft nicht gegen die Wirtschaft gestalten – sondern nur gemeinsam mit ihr.“
Harald Christ ist Präsident des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI).
Harald Christ ist Präsident des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI). Businessfotografie Inga Haar (Markus Stegner)
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Updated at: Saturday 04:15 PM