Berlin-Wahl 2026

Silvia Perdoni
Silvia Perdoni

Bas: Linke „in großen Teilen antisemitisch"

Die SPD-Bundesvorsitzende Bärbel Bas hat sich auf einer Pressekonferenz im Willy-Brandt-Haus kritisch zu einer möglichen Koalition des Berliner Landesverbandes mit der Linken geäußert. „Das ist eine ganz schwierige Situation, mit einer Partei zusammenzuarbeiten, die in großen Teilen antisemitisch unterwegs ist", sagte Bas. Der Blick darauf, wer da auf den Wahlpartys unterwegs war, stehe für die Situation.

Wie berichtet verbrachte Issa Remmo, Chef des berüchtigten arabischstämmigen Remmo-Clans, den Abend auf Wahlpartys der Linken. Bei einer Veranstaltung in Neukölln soll er nach Darstellung des Vereins „democ“ in Begleitung von Ibrahim Ibrahim, eines bekannten Anti-Israel-Aktivisten, gewesen sein. 

Bas betonte, Elif Eralp müsse sich eindeutig von Antisemitismus distanzieren und Konsequenzen innerhalb ihrer Partei treffen, was sie ja auch angekündigt habe. Erst dann könne es eine Zusammenarbeit geben.

Sowohl Bas als auch Lars Klingbeil, ebenfalls Bundesvorsitzender der Sozialdemokraten, betonten, die Entscheidung über eine Koalition mit der Linken liege in den Händen des Berliner Landesverbandes. Man habe Vertrauen zu den Vorsitzenden Steffen Krach und Bettina König.

Für besondere Empörung hatte in den vergangenen Wochen der Auftritt des Rappers Dahabflex bei einer Wahlkampfveranstaltung in Neukölln gesorgt, bei dem Gewaltaufrufe gegen Israel und die israelische Armee zu hören waren. Zudem solidarisierte sich die Landesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität mit dem Rapper und dem Neuköllner Verband. Gleichzeitig grenzten sich Elif Eralp und die Landesvorsitzende Kerstin Wolter davon ab: Die große Mehrheit der Partei stehe für den Schutz jüdischen Lebens. 
SPD-Parteivorsitzende Bärbel Bas, Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, der Berliner Spitzenkandidat Steffen Krach sowie der SPD-Bundesvorsitzende Lars Klingbeil auf der Pressekonferenz im Willy-Brandt-Haus.
SPD-Parteivorsitzende Bärbel Bas, Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, der Berliner Spitzenkandidat Steffen Krach sowie der SPD-Bundesvorsitzende Lars Klingbeil auf der Pressekonferenz im Willy-Brandt-Haus. Kay Nietfeld/dpa
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Updated at: 19 minutes ago