Linke geht wegen Clan-Vorwürfen gegen Brandenburgs Innenminister vor
Die Berliner Linke wirft Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) einen
Verstoß gegen das Neutralitätsgebot vor. Wie die „Märkische Allgemeine Zeitung“ (MAZ) berichtete, verlangt eine von der Partei beauftragte Anwaltskanzlei, dass Redmann Äußerungen über den Wahlsieg der Linken nicht weiter verbreitet oder wiederholt.
Redmann hatte vergangene Woche
auf Instagram erklärt, es mache ihm Sorgen, dass
„Clanchefs und Islamisten“ den Wahlsieg der Linken feierten. Der Beitrag erschien laut „MAZ“ zugleich auf dem
offiziellen Account des Brandenburger Innenministeriums, Redmann wurde darin als Innenminister angekündigt. Die
Anwälte der Linken sehen deshalb eine amtliche Äußerung und eine
Benachteiligung der Partei im politischen Wettbewerb.
Das Ministerium bestätigte der Zeitung den Eingang des Schreibens und kündigte an, es zu prüfen. Die Linke setzte eine
Frist bis zum 2. Oktober, um eine
Unterlassungserklärung abzugeben.
Zuvor hatte die Linke bereits
Unterlassungsverpflichtungserklärungen an
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und
Schleswig-Holsteins Innenministerin Magdalena Finke (beide CDU) geschickt. Auch diese sollten sich verpflichten, bestimmte Äußerungen auf offiziellen Regierungskanälen nicht zu wiederholen.