Grüne beklagen zu wenig Personalpower für Cum-Cum-Aufdeckung
Die Grünen im Bundestag befürchten, dass ein geplanter Stellenabbau bei den Bundesbetriebsprüfern die Aufdeckung von Cum-Cum- und Cum-Ex-Geschäften erschwert. „Es ist komplett unsinnig, dass die Bundesregierung ausgerechnet auch dort sparen will, wo sich die Stellen um ein Vielfaches rechnen – bei den Bundesbetriebsprüfern“, sagte die Finanzpolitikerin Katharina Beck der Deutschen Presse-Agentur. Das verschärfe die Haushaltslage und verschlechtere die Situation bei den Betrieben, die häufig unter verspäteten und sich lange hinziehenden Prüfungen litten.
Dabei lohne sich gerade hier jede Stelle auch finanziell – denn pro Betriebsprüfer, der gemeinsam mit den Ländern Prüfungen durchführe, nehme der Staat im Schnitt fast neun Millionen Euro ein. Tatsächlich weist die Bundesregierung für das vergangene Jahr ein „steuerliches Mehrergebnis“ von 4,37 Milliarden Euro aus. Wie aus der Antwort des Finanzministeriums auf eine parlamentarische Anfrage weiter hervorgeht, waren beim Bundeszentralamt für Steuern im gleichen Zeitraum 492 Betriebsprüferstellen besetzt.