Die Entscheidung über Emdes Zukunft wurde dabei auch zur Aussage über die Ernsthaftigkeit der Linken beim Umgang mit Antisemitismus und Israelhass in den eigenen Reihen erklärt. Immer wieder war aus dem Umfeld von SPD und Grünen zu hören, dass Emdes Fraktionsausschluss daher auch entscheidend für den Fortgang der Sondierungsgespräche angesehen werde.
Die Co-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge, hatte noch am Dienstagmittag gesagt, sie „erwarte“, dass Emde nicht Teil der Berliner Linkenfraktion sein werde „aufgrund der Aussagen, die sie getätigt hat“.