Block Prozess 19.11.

Stephanie Lamprecht
Stephanie Lamprecht
Heute vor 12 Jahren hat Christina Block ihr jüngstes Kind und ihren einzigen Sohn zur Welt gebracht - und verbringt den Tag im Gerichtssaal, unter dem Verdacht, ihn und seiner Schwester ein israelisches Rollkommando auf den Hals gehetzt zu haben. Im Gerichtssaal wirkte sie heute ernst und angespannt, trotz der Sonnenbräune. 

Inzwischen ist der 23. Verhandlungstag zu Ende gegangen. Der nächste findet erst am 10. Dezember statt. Grund für die Unterbrechung: Die Verteidiger müssen sich mit dem 329 Seiten starken Protokoll der Aussage des David Barkay befassen. Der Kopf der israelischen Entführerbande hatte vier Tage lang Fragen der Staatsanwaltschaft beantwortet, die natürlich für das Verfahren von entscheidender Bedeutung sein können. Er hat dabei auch zugesagt, als Zeuge im Verfahren gegen Christina Block auszusagen. 

Der heutige Tag wurde von der Aussage der Astrid Have geprägt. Die Dänin ist die Ehefrau von Stephan Hensel und schilderte eindrücklich, wie die Entführung der Kinder das Leben der Familie bis heute überschattet. Besonders der Junge, das Geburtstagskind, leide noch immer unter Angst, traue sich nicht alleine aus dem Haus, schlafe nicht alleine, müsse mit viel Vorsicht behandelt werden. Er schreibe aber gute Noten „und er bekommt viel Lob, weil er so lieb zu seinen Freunden ist“, wie Astrid Have sagte. Auch die Block-Tochter habe nach der Entführung sehr mit Angst zu kämpfen gehabt, sie habe sich besonders um ihren Vater gesorgt. Inzwischen, mit 15 Jahren, aber dränge es sie hinaus ins Leben. „Ich will mich nicht mehr bremsen lassen“, habe das Mädchen gesagt, so Astrid Have. 

Einmal wandte sie sich direkt an Christina Block und forderte sie auf, zuzugeben, was sie getan hat: „Das würde deinen Kindern helfen, Christina.“ 
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Updated at: 12/10/2025 05:14 PM