Stimme aus Iran: »Ich empfinde Angst, Verwirrung, extremen Stress«
Zeinab, 42, Fotografin (Name und Alter geändert): »Ich empfinde Angst, Verwirrung, extremen Stress und tiefe Sorge um die territoriale Integrität Irans sowie um die Möglichkeit interner Konflikte.« Das Elend des iranischen Volkes rühre von dem Regime her, sagt sie, das jeden Reformversuch unterdrücke und mit seiner kriegstreiberischen Politik das Land an den Rand der Zerstörung getrieben habe. »Dennoch hat Trump mit seinem Angriff natürlich gegen das Völkerrecht verstoßen. Er und Netanyahu widern mich an.«
Ihre erste Reaktion auf den Tod von Ajatollah Khamenei sei Erstaunen gewesen. »Gefolgt von Sorge und intensiver Angst. Ich dachte, ich würde mich vielleicht freuen, aber das tat ich nicht.« Nach Khameneis Tod hoffe sie, dass jemand Moderateres an die Macht komme. »Jemand, der eine tolerantere Außenpolitik verfolgt und Mitgefühl für das Volk hat. Ich würde mir eine demokratische Republik wünschen.« Sie glaubt aber nicht, dass es so kommt. »Ich denke, dass eine Gruppe von Hardlinern die Macht übernehmen und die Unterdrückung im Land verstärken wird.«