Irankrieg am 18. März

Kurzanalyse: Iran greift Herz von Katars Gaswirtschaft an – das droht jetzt

Eine weitere Eskalation am Mittwochabend: Nachdem Israel wenige Stunden zuvor das iranische South-Pars-Feld getroffen hatte, wird Doha noch tiefer in den Konflikt hineingezogen. South Pars ist das weltweit größte Erdgasfeld, das sich Iran mit Katar teilt. Teheran drohte offen, Raffinerien, Gasfelder und petrochemische Anlagen in Saudi-Arabien, den VAE und Katar anzugreifen – und noch am Abend nahm Iran Ras Laffan, das Herzstück von Katars Energiewirtschaft, bereits zum zweiten Mal ins Visier. 
Gasförderanlage im Industriezentrum Ras Laffan
Gasförderanlage im Industriezentrum Ras Laffan. Foto: Maneesh Bakshi / AP / dpa
Katars Innenministerium teilt mit, dass Zivilschutzteams derzeit einen Brand in der wichtigsten Gasanlage des Landes bekämpfen. In einer Erklärung spricht QatarEnergy von »erheblichen Schäden« in der Ras-Laffan-Industriezone. Der Konzern erklärt zugleich, dass es bislang keine Verletzten gebe. Das katarische Außenministerium verurteilte den Angriff als »brutale« Attacke: »Katar betrachtet diesen Angriff als gefährliche Eskalation, als eklatante Verletzung seiner Souveränität und als direkte Bedrohung seiner nationalen Sicherheit«, heißt es.  

Ras Laffan ist das Herz von Katars Gaswirtschaft: Dort stehen fast alle LNG-Anlagen des Landes, das Werk gilt als größter Exportkomplex für Flüssiggas weltweit und liefert etwa ein Fünftel des globalen LNG-Angebots. Wenn dort Anlagen ausfallen oder der Export stockt, fehlen große Mengen am Weltmarkt; Analysten warnen, dass ein längerer Ausfall die Preise weltweit weiter nach oben treiben würde. QatarEnergy hatte seine LNG-Produktion bereits am 2. März ausgesetzt, nachdem die Anlage in Ras Laffan erstmals angegriffen worden war. 
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Updated at: 03/18/2026 11:12 PM