Katars Innenministerium teilt mit, dass Zivilschutzteams derzeit einen Brand in der wichtigsten Gasanlage des Landes bekämpfen. In einer Erklärung spricht QatarEnergy von »erheblichen Schäden« in der Ras-Laffan-Industriezone. Der Konzern erklärt zugleich, dass es bislang keine Verletzten gebe. Das katarische Außenministerium verurteilte den Angriff als »brutale« Attacke: »Katar betrachtet diesen Angriff als gefährliche Eskalation, als eklatante Verletzung seiner Souveränität und als direkte Bedrohung seiner nationalen Sicherheit«, heißt es.
Ras Laffan ist das Herz von Katars Gaswirtschaft: Dort stehen fast alle LNG-Anlagen des Landes, das Werk gilt als größter Exportkomplex für Flüssiggas weltweit und liefert etwa ein Fünftel des globalen LNG-Angebots. Wenn dort Anlagen ausfallen oder der Export stockt, fehlen große Mengen am Weltmarkt; Analysten warnen, dass ein längerer Ausfall die Preise weltweit weiter nach oben treiben würde. QatarEnergy hatte seine LNG-Produktion bereits am 2. März ausgesetzt, nachdem die Anlage in Ras Laffan erstmals angegriffen worden war.