Irankrieg am 18. März

Kurzanalyse: Ölpreis steigt nach Angriffen auf iranische und katarische Gasanlagen

Die Attacken auf Gasverarbeitungsanlagen in Iran und Katar sowie Sorgen vor Angriffen auf Saudi-Arabiens Ölindustrie treiben die Rohölpreise in die Höhe. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Referenzsorte Brent kostete gegen 21.50 Uhr MEZ 111,55 US-Dollar – das sind gut acht Dollar mehr als am Dienstag. Das US-Öl WTI hat sich zeitweise auf mehr als 100 Dollar pro Fass verteuert.
Eine Flamme am South-Pars-Gasfeld an der iranischen Golfküste
Eine Flamme am South-Pars-Gasfeld an der iranischen Golfküste. Foto: Morteza Nikoubazl / NurPhoto via Getty Images
Unbestätigten Berichten zufolge soll Irans Regime nach den israelischen Attacken auf die iranischen Gasförderanlagen Saudi-Arabien gewarnt haben, man werde Raffinerien des staatlichen Ölkonzerns Aramco ins Visier nehmen. Und schon die Einschläge in Ras Laffan, dem Zentrum der katarischen Erdgasindustrie, bedeuten eine neue Eskalationsstufe in diesem Krieg. Womöglich wird Katars Produktion des Flüssigerdgases LNG längere Zeit eingeschränkt sein.

Zudem legt der iranische Angriff auf Ras Laffan nahe, dass in Teheran gerade Hardliner das Sagen haben. Das Regime wird die faktische Blockade der für den Öl- und Gasexport so wichtigen Straße von Hormus wohl nicht so schnell beenden.

Diese Meerenge ließe sich allein mit militärischen Mitteln kaum unter Kontrolle bringen, sagt der Iranstratege S. Clinton Hinote. Er analysierte für die US-Luftwaffe diverse Szenarien für einen bewaffneten Konflikt mit Iran. Und sagt heute: Jeder Versuch, die Straße von Hormuz freizubekommen, ist mit enormen Risiken verbunden. Das SPIEGEL-Interview lesen Sie hier. 
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Updated at: Yesterday 11:12 PM