Kurzanalyse: Jetzt spricht Trump von einem baldigen Kriegsende und Regimewechsel in Teheran – ist das glaubwürdig?
Sucht Donald Trump nach einem Ausstieg aus dem Irankrieg? Nun hat der US-Präsident angekündigt, es werde noch an diesem Montag ein Telefongespräch mit der iranischen Führung geben. Und Trump stellt sogar in Aussicht, dass der Krieg in Kürze enden könne. Schon gestern habe es Gespräche mit Teheran gegeben, sagte Trump auf dem Flughafen von West Palm Beach, ehe er in die »Air Force One« einstieg. »Sie wollen unbedingt einen Deal machen, wir wollen einen Deal machen.« Man werde jetzt eine »Fünf-Tages-Periode« ansetzen, so Trump: »Wenn das gut verläuft, werden wir die Sache beilegen [Wörtlich: »We are going to end up with settling this«, d. Red.]. Andernfalls bombardieren wir aus vollem Herzen weiter.«
Trump hatte bereits am Vormittag auf seiner Plattform Truth Social behauptet, es habe »sehr gute und produktive Gespräche« mit Teheran gegeben – und die von ihm selbst angedrohten Angriffe auf iranische Kraftwerke um fünf Tage verschoben. Prompt fielen die Ölpreise rapide und schossen die Kurse an Aktienmärkten weltweit nach oben. Allerdings dementiert Iran, dass es solche Gespräche gebe. Es gebe keinerlei direkte Kontakte zu Trump, auch nicht über Vermittler, hieß es in Berichten der Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim, die Irans Revolutionswächtern nahestehen.
Trump sagte dazu auf dem Flughafen von West Palm Beach, bei einigen iranischen Beamten herrsche Konfusion, da die nationale Kommunikationsinfrastruktur destabilisiert worden sei. »Wir verhandeln mit einem Mann, der – so glaube ich – der am meisten respektierte Mann und der Anführer ist.« Dies sei nicht Mojtaba Khamenei, der kürzlich zum Obersten Führer ausgerufene Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Khamenei. Man spreche mit »Leuten, die anscheinend die Fäden ziehen«, so Trump: »Sie haben Dinge angekündigt, die dann tatsächlich eingetreten sind.«