Trump will Irans Öl – und stellt »recht schnellen« Deal in Aussicht
Der US-Präsident hat der Zeitung
»Financial Times« am Sonntag (Ortszeit) ein Interview gegeben. Darin äußert sich Donald Trump teils widersprüchlich zur Lage im Nahen Osten. »Um ehrlich zu sein, würde ich am liebsten das Öl in Iran an mich reißen«, sagte er. »Aber einige dumme Leute in den USA sagen: ›Warum tust du das?‹ Aber das sind dumme Leute.«
Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Charg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden. »Vielleicht übernehmen wir die Insel Charg, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen«, sagte Trump dazu. Er glaube nicht, dass Iran über Verteidigungsmaßnahmen auf der Insel verfüge. »Wir könnten sie sehr leicht einnehmen.« Das würde aber auch bedeuten, dass die USA dort eine Weile lang präsent sein müssten, so Trump.
Experten warnen, dass US-Soldaten nach einer möglichen Einnahme und Besetzung der Insel leichte Ziele für iranische Angriffe wären. Mehr dazu, warum die Ölinsel Charg für Iran strategisch wichtig ist,
erfahren Sie hier.
Trotz seiner Drohungen, die iranische Ölförderung einzunehmen, betonte Trump in dem Interview, dass es bei den indirekten Gesprächen zwischen den USA und Iran über pakistanische Vermittler Fortschritte gebe. Es könne womöglich »recht schnell« einen Deal geben. »Wir haben noch etwa 3000 Ziele übrig – wir haben 13.000 Ziele bombardiert – und noch ein paar Tausend Ziele vor uns«, sagte er.