Krieg in der Ukraine

Humanitäre Mission in Oleschky hat begonnen

Der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Kyrylo Budanow, hat bestätigt, dass in der russisch besetzten südukrainischen Stadt Oleschky eine humanitäre Mission begonnen hat. Seinen Angaben zufolge ist der Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, Dmytro Lubinez, vor Ort, um den Ablauf zu koordinieren. „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass diese Mission zur Rettung unserer Leute erfolgreich und sicher verläuft. Ich bin allen, die an der Durchführung und Absicherung dieser Operation beteiligt sind, aufrichtig dankbar“, schrieb Budanow auf Telegram. Das Leben eines jeden Ukrainers sei von unschätzbarem Wert.

Lubinez hatte in der Nacht mitgeteilt, dass um 3:00 Uhr Kiewer Zeit in Oleschky und in anderen Gebieten, die mit der humanitären Mission in Verbindung stehen, ein Waffenstillstand in Kraft getreten sei. Demnach führt die Ukraine gemeinsam mit der russischen Menschenrechtsbeauftragten Jana Lantratowa unter der Vermittlung der amerikanischen First Lady, Melania Trump, eine humanitäre Mission durch.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vermutete in einem am 25. Oktober veröffentlichten Interview in der ukrainischen Nachrichtensendung TSN, dass Russland „alles tun wird, um die Straßen in Oleschky so zu entminen, dass diese Menschen (die Einwohner) in Richtung Russland fliehen und dort bleiben“. Er äußerte, dass die Russen nicht bereit sein werden, „die Menschen einfach bedingungslos freizulassen“. 

Er sagte auch, dass einige Bewohner in das von der Ukraine kontrollierte Gebiet gebracht würden. „Das Wichtigste ist, wie viele Menschen eingeschlossen sind – sie müssen befreit werden, damit sie überleben können. Es wäre wünschenswert, dass sie ihr Ziel erreichen und zu uns in die Ukraine evakuiert werden können, die ihnen zweifellos alles zur Verfügung stellen und sie unterstützen wird“, betonte Selenskyj. Ukrainischen Angaben zufolge befinden sich noch etwa 1700 Menschen in Oleschky, die unter einem Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten leiden und keinen sicheren Weg für eine Evakuierung haben.
Ein undatiertes Bild von der Stadt Oleschky aus einem Video, das am 22. September von der Ukraine zur Verfügung gestellt wurde.
Ein undatiertes Bild von der Stadt Oleschky aus einem Video, das am 22. September von der Ukraine zur Verfügung gestellt wurde. . dpa
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Updated at: Yesterday 10:39 PM