Weiter „keine gemeinsame Arbeitsgrundlage“ mit Vanessa Emde – Entscheidung steht noch aus
Der Vorstand der Linksfraktion sieht nach dem Austausch mit Vanessa Emde am Dienstag auch
weiterhin „keine gemeinsame Arbeitsgrundlage“ mit ihr. Das teilte ein Sprecher der Linksfraktion unmittelbar nach der Fraktionssitzung mit. Alles Weitere müssten nun die Gremien beraten und entscheiden.
Damit ist die Entscheidung um den Verbleib der Abgeordneten Emde in der Fraktion
bis auf Weiteres vertagt.
Die Fraktionsvorsitzenden Tobias Schulze und Elif Eralp verließen den Saal nach der Fraktionssitzung wortlos.
Emde selbst hatte die Sitzung am Nachmittag bereits frühzeitig verlassen, bevor die Fraktion in geschlossener Sitzung über ihre Personalie beraten hatte.
Interessant: Der Fraktionsvorstand verweist auf
weitere Beratungen in den Gremien – obwohl der Fraktionsvorstand, der am Dienstag tagte, genau solch ein Gremium ist. Denkbar ist, dass die Linken-Spitze mit diesem verzögerten Vorgehen einen weiteren Eklat
kurz vor dem Parteitag am kommenden Samstag vermeiden will. Dort werden die Delegierten
über die Aufnahme von Koalitionsgesprächen mit Grünen und SPD entscheiden. Parteiintern wird
mit deutlicher Zustimmung gerechnet.