Berlin: Gen Z Proteste Halloween

Miriam Schaptke

Johann: „Ich fühle mich vom Staat nicht gehört“


Auch Clara und Johann demonstrieren heute in Berlin vor dem Brandenburger Tor. Die beiden Freunde haben in diesem Jahr Abitur gemacht. Clara erinnert sich an die Schulzeit zurück: Kaputte und verdreckte Schultoiletten, ausgefallene Heizungen, fehlende Klimaanlagen, zählt sie auf. „Das war vor allem im Sommer schwierig, die wegen der Klimakatastrophe immer heißer werden.“ 
Für ihre Zukunft wünsche sie sich mehr Unterstützung vom Staat. „Ich nehme bei mir selbst und anderen meiner Generation eine Angst wahr“, so die 19-Jährige. „Das Geld, das wir eigentlich brauchen, um solide ins Leben zu starten, wird immer mehr für Waffen ausgegeben“, sagt sie zur Berliner Morgenpost. 
Johann hat mit "Fridays for Future" angefangen auf die Straße zu gehen: „Mir war damals schon klar, dass die Klimakatastrophe immer schlimmer wird und die Probleme immer größer“, so der 19-Jährige. Es seien kleine Veränderungen gemacht worden. Aber nicht genug. „Ich fühle mich vom Staat nicht gehört, obwohl ich seit fünf Jahren regelmäßig demonstrieren gehe, meine Meinung laut sage, wähle, mich einbringe“, sagt Johann. „Es ist frustrierend.“ Die neue, internationale Protestwelle mache ihm allerdings Hoffnung, vor allem weil viele junge Menschen, Schülerinnen und Schüler, die Möglichkeit wahrnehme auf die Straße zu gehen und ihre Meinungsfreiheit auszunutzen. 
Clara und Johann haben in diesem Jahr Abitur gemacht.
Clara und Johann haben in diesem Jahr Abitur gemacht. . Foto: Berliner Morgenpost / Miriam Schaptke
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